Raub aus Asservatenkammer nach zwei Jahren angezeigt

Encarnación: Alles braucht seine Zeit. Beweise für Strafprozesse, darunter 32 Schusswaffen großen Kalibers und Bargeld wurden aus der Asservatenkammer des Gerichts von Encarnación gestohlen. Leider kam es erst nach 24 Monaten zur Anzeige. Der Neffe eines Richters scheint in das unerklärbare Verschwinden der Beweismittel involviert.

Erst vor Tagen wurde der Diebstahl an den Obersten Gerichtshof gemeldet. Daraufhin leitete der Präsident der maximalen juristischen Instanz, Víctor Manuel Núñez, eine Untersuchung ein.

In den Raub ist auch der Angestellte Edmundo Ruiz Díaz involviert, der verantwortlich für die Beweismittelsicherung war. Er ist der Neffe des Kammermitglieds Cristino Yesa Araújo. Die Anzeige wurde vom Verantwortlichen der Asservatenkammer, Raúl Emigdio Ortiz Prieto, gemacht.

Dieser erklärte, dass er vom 4. bis zum 20. Juni 2010 wegen einer medizinischen Behandlung freigestellt wurde und deswegen von Edmundo Ruiz Díaz vertreten wurde. Nach seiner Rückkehr machte dieser Meldung über den Fehlbestand bei Richter Cristino Yesa. Dieser jedoch beruhigte ihn und sagte, dass er die Lösung des Problems übernehme und er sich keine Sorgen mehr machen braucht.

Im Verlauf der Zeit jedoch wurden die Beweise für die Prozesse gebraucht und der Richter erklärte erneut, dass er mit seinen Kollegen und dem Staatsanwalt gesprochen habe und der Fall gelöst werde.

Was den Denunziant am meisten bekümmert ist, dass die geraubten Waffen in Ciudad del Este verkauft wurden. Wegen den fehlenden beweisen wurde er innerhalb der Institution wie ein dummer Junge behandelt obwohl er keine Verantwortung trägt. Die Mehrheit der Richter wußte davon und keiner half ihm. Am 25. Mai 2012 jedoch meldete er das Geschehene der Staatsanwaltschaft und sendete eine Kopie an den Obersten Gerichtshof in Asunción.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “Raub aus Asservatenkammer nach zwei Jahren angezeigt

  1. Das Ganze wird wohl so enden, dass der Anzeiger zum Angezeigten werden wird. Wäre ja nicht das Erstemal. Schliesslich wäscht eine Hand in der Justiz die andere.