Tod im Weinberg

Madrid: Auf der Suche nach einer besseren Zukunft und Arbeitsmöglichkeiten war ein 19-Jähriger aus der abgelegenen Stadt San Vicente Pancholo, im Departement San Pedro, wie tausende Landsleute nach Spanien gereist, um in einem Weinberg zu arbeiten. Jedoch kam der Paraguayer bei der Weinlese zu Tode.

Das Schicksal hatte es nicht gut gemeint, denn das Unglück überraschte den jungen Mann Tausende von Kilometern von seiner Heimat entfernt. Der Tod des 19-Jährigen ereignete sich auf tragische Weise: Während er zusammen mit anderen Paraguayern im Weinberg arbeitete, näherte er sich unvorsichtigerweise einem Traktor, der Draht einsammelte. Die Maschine riss den 19-Jährigen mit und habe ihn laut Zeugen praktisch enthauptet zurück gelassen.

Jetzt wächst der Schmerz der bescheidenen Familie noch mehr, weil sie nur über begrenzte Ressourcen und nicht über das Geld verfügt, um den Leichnam nach Paraguay überführen zu können, um sich so zu verabschieden, wie es die Bräuche vorschreiben, damit er dann seine letzte Reise auf dem Friedhof seiner Geburtsstadt antreten kann.

Sein Bruder, der ebenfalls in Spanien lebt, führt jetzt die Verfahren zur Rückführung des Leichnams des vorgestern verstorbenen jungen Mannes durch, damit er in seinem Land in Frieden ruhen kann, aber er benötigt die Summe von 70.000.000 Guaranies. Jedoch hat sich mittlerweile auch schon das Außenministerium von Paraguay in den Fall eingeschaltet und es scheint sich eine Lösung zu finden, damit der 19-Jährige relativ schnell und unbürokratisch in seiner Heimat bestattet werden kann.

Wochenblatt / Cronica

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1 Kommentare zu “Tod im Weinberg

  1. Y-Verbinder mit Saugknopf

    Als ich im ersten Absatz las, dass ein Eingeborener nach Spanien ging, um zu ARBEITEN, habe ich gleich geahnt – das muss tragisch geendet haben.

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