Weihnachten ist doch eigentlich egal geworden

Asunción: Glauben Sie an Gott? Schön für Sie, ich bin eher fast ganz Atheist, ein bisschen Agnostiker, mit starken Tendenzen “das gibt es nicht“. In jedem Fall halte ich Religion für den Anfang allen Übels. Weihnachten ist doch nur noch Konsum und ein Urlaubstag zum Ausruhen.

Damit viele Leute sich tolle Tage machen können, muss es andere geben, die arbeiten. Die arbeiten übrigens auch ganz oft im Jahr zu Zeiten, wie Journalisten, an denen der “normale” Büromensch die Beine hochlegt. Nur wird das dann nicht so prominent runter gebetet, wie gerade in der Weihnachtszeit.

Ich habe schon früher gerne und auch an Feiertagen gearbeitet. Und wenn Geschäfte an religiösen Feiertagen geöffnet hätten, ist das für mich auch kein Problem. Warum auch? Damit man das Problem für alle auf gerechte Art und Weise löst, ist eine einfache Möglichkeit, alle religiösen Feiertage zu streichen und jedem 6 oder 7 zusätzliche Urlaubstage zu geben. Mir fallen genug Tage ein, die ich auch ohne religiösen Grund zum Andenken an irgendwas nutzen könnte. Und zum anderen hätte man damit alle Religionen abgedeckt. Dann nimmt sich jeder an dem Gedenktag frei, den er braucht.

Ganz ehrlich? Niemand würde sich dann am Ostermontag oder dem Tag von Caacupé einen Tag Urlaub nehmen. An diesem Tag wären die Büros besetzt wie immer und ich glaube, auch Ostermontag würde niemand wegen christlicher Gründe Urlaub nehmen. Nein, die zusätzlichen Urlaubstage werden wohl für einen Ausflug nach San Bernardino genutzt, nach Encarnación oder wo auch immer verbracht. Also sollte man einmal die Probe ausprobieren, ob wirklich alle Gläubigen auch an den kirchlichen Feiertagen einen Tag Urlaub nehmen, um dem Herrgott Tribut zu zollen.

In diesem Sinne genießen Sie den freien Tag heute und Ihnen liebe Leser, und auch den Werbekunden, wünscht die Redaktion ein frohes Weihnachtsfest.

Wochenblatt / Beitragsbild Archiv

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4 Kommentare zu “Weihnachten ist doch eigentlich egal geworden

  1. Diesem Artikel kann ich nur zu 100% zustimmen.
    Denn auf der einen Seite predigt die sog. Kirche Frieden, befürwortet jedoch die Ziele des WEF sprich Agenda 2030. D.h., die völlige Versklavung der Menschen. Das war, genau betrachtet, schon immer der feuchte Traum der Kirchen. Die sog. Missionare haben sich, wie auch andere, in fremde Kulturen gedrängt, die nie gefragt wurden, ob sie es wünschen. Die USA tun das heute noch, in dem sie sich mit Gewalt in souveräne Staaten einmischen. In Serbien hat es heute zum Glück nicht funktioniert.
    Kurzum die Kirchen und die USA sind überflüssig.
    Alles Gute an die Redaktion.

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  2. Religionen wurden geschaffen um Menschen zu versklaven.
    Und dann empfehle ich, sich mit der Entstehung von „Weihnachten“ zu befassen.
    Das hat nichts mit der angeblichen Geburt Jesu zu tun.

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    1. O ierum, ierum, ierum! O quae mutatio rerum!

      Niemand denkt heute bei Weihnachten an den Geburtstag des Sol oder das Jul Fest oder Wintersonnenwende die alle so rum den 25. Dezember fallen bzw fielen.
      Mit Weihnachten asoziiert man Jesus, den Heiland.
      All die heidnischen versklavenden europäischen Religionen sind Gott sei dank in Vergessenheit geraten.
      Es macht nichts aus daß zufällig die Geburt Jesu in etwa mit anderen heidnischen Festen zusammenfällt. Ist ähnlich wie wenn der Hund und der Mensch Säuger sind und dann ein paar Dumme meinen der Mensch müsse nach Adam Riese nun vom Köter abstammen. Absurdistan…
      Vergessen sie mal die heidnischen Tyrannenkulte und denken sie nur ans Christkind.
      Es ist nicht wichtig ob nun der Heiland im Dezember oder im März geboren wurde sondern wichtig ist daß er geboren wurde und auf die Welt kam. Allerdings meint man zu wissen daß Jesus durchaus so rum den 25. Dezember zur Welt kam – der Herr weiß es! Ich weiß es nicht.
      https://www.evangelium21.net/media/3120/ist-weihnachten-ein-heidnischer-abklatsch
      Viel Nachgeplapper ohne daß die Gottlosen als meist Halbwisser wirklich was wissen. Es gibt viele Indizien daß Jesus tatsächlich am 25. Dezember geboren wurde.
      „Obwohl wir uns nicht sicher sein können, gibt es gute Gründe für die Annahme, dass der 25. Dezember aufgrund seiner Verbindung mit dem (mutmaßlichen) Todesdatum Jesu und dem Datum der Empfängnis Jesu zum Datum für Weihnachten wurde.

      Diese Ereignisse spielen bei der Berechnung des Geburtsdatums eine Rolle. Beginnen wir mit dem Datum des Todes Jesu.

      Um 200 n. Chr. stellte Tertullian von Karthago fest, dass Jesus am 14. Tag des Monats Nisan starb, was im römischen Sonnenkalender dem 25. März entsprach. Im Osten rechnete man mit dem 14. Tag des ersten Frühlingsmonats des dortigen griechischen Kalenders. Im römischen Kalender war dies der 6. April. Je nachdem, wen man fragt, ist Jesus also entweder am 25. März oder am 6. April gestorben.

      Sowohl im Westen als auch im Osten entwickelte sich die Überlieferung, dass Jesus am selben Tag starb, an dem er gezeugt wurde. In einem anonymen christlichen Traktat aus Nordafrika aus dem vierten Jahrhundert heißt es, der 25. März sei „der Tag des Leidens des Herrn und seiner Empfängnis. Denn an diesem Tag wurde er gezeugt und an demselben Tag hat er gelitten“. Augustinus erwähnt in seinem Buch Über die Dreieinigkeit dieselbe Berechnung. In ähnlicher Weise behauptete im Osten der Bischof Epiphanius von Salamis aus dem vierten Jahrhundert, dass Christus am 6. April die Sünden der Welt wegnahm und am selben Datum „im makellosen Schoß der heiligen Jungfrau eingeschlossen wurde“. Die Tatsache, dass diese merkwürdige Tradition in zwei verschiedenen Teilen der Welt existierte, deutet darauf hin, dass sie auf mehr als bloßen Spekulationen beruhte. Wie McGowan bemerkt, lehnten sich diese frühen Christen zumindest an eine alte jüdische Tradition an, der zufolge die wichtigsten Ereignisse der Schöpfung und der Erlösung zur gleichen Zeit des Jahres stattfanden.

      Anhand des Todesdatums Jesu und des (gleichen) Datums seiner Empfängnis können wir leicht erkennen, worauf das Datum von Weihnachten zurückgehen könnte. Wenn Jesus am 25. März empfangen wurde, dann müsste das passende Datum, um seine Geburt zu feiern, neun Monate später am 25. Dezember (oder, im Osten, am 6. Januar) liegen. Auch wenn wir nicht mit Sicherheit wissen können, dass der 25. Dezember daher stammt – und wir sollten sicherlich nicht dogmatisch sein, was die Historizität des Datums angeht – gibt es viel bessere antike Beweise dafür, dass unser Weihnachtsdatum mit dem Tod und der Empfängnis Christi zusammenhängt als mit den heidnischen Festen der Saturnalien und Sol Invictus.“

  3. Ich habe auch schon am Feiertag gearbeitet (in Deutschland) und neben einem viel ruhigeren Verkehr waren die wenig anwesenden Kollegen auch entspannter. Das Telefon bleibt dann auch sehr still. Wenn man ungeliebte Verwandte hat, hat man dann auch eine Ausrede solchen Besuchen fernzubleiben.
    Trotzdem sollte sowas die Ausnahme bleiben, christliche Feiertage sind Gedenktage und jeder, der das in Anspruch nehmen möchte, sollte das auch zugestanden bekommen. Früher ging ich auch gelegentlich in die Kirche – seit ein paar Jahren völlig undenkbar.
    Die Kriegsgedenktage, wie hier in Paraguay drei oder viermal im Jahr üblich, sind mir hingegen völlig schnuppe.
    Frohe Weihnachten an alle.

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