Ab dem 1. Oktober 2024 sind in der Schweiz tiefgreifende Änderungen in Kraft getreten, die das Ziel verfolgen, die Sicherheit und Information der Konsumenten im Umgang mit E-Zigaretten zu verbessern. Diese neuen Regelungen gestalten sich als umfassende Antwort auf wachsende Gesundheitsbedenken und beinhalten unter anderem strikte Begrenzungen des Volumens und der Nikotinkonzentrationen in nikotinhaltigen E-Liquids und Einwegprodukten sowie eine neue Steuer auf solche Produkte. Einweg E-Zigaretten und vorgefüllte Pods mit nikotinhaltigem E-Liquid dürfen nicht mehr als 2 ml enthalten, mit einer Nikotin-Höchstkonzentration von 20 mg/ml. Diese Restriktionen sollen klare Regelungen schaffen, was erlaubt ist und was nicht. Ebenfalls sollen dadurch die gesundheitlichen Risiken hinsichtlich der E-Zigarette minimiert werden. In der Anpassungsphase müssen Hersteller ihre Produktpalette dementsprechend anpassen. Ebenfalls sind E-Zigaretten Shops gezwungen, ihr Sortiment anzupassen, sodass es der neuen Gesetzgebung entspricht. Wichtig ist zu erwähnen, dass wiederbefüllbare E-Zigaretten mit einem Tankvolumen von mehr als 2 ml weiterhin legal verkauft werden dürfen. Die neuen Gesetze betreffen explizit nur Einweg E-Zigaretten mit Nikotin, vorbefüllte Pods mit Nikotin, sowie E-Liquid Flaschen mit bereits darin enthaltenen Nikotin.
Weiterhin erlaubt: Wiederbefüllbare E-Zigaretten mit einem Tankvolumen von mehr als 2 ml.
Die Bedeutung von Kennzeichnungen auf Verpackungen von E-Zigaretten
Die neuen Vorschriften in Bezug auf die Kennzeichnung und Verpackung von E-Zigaretten sind von zentraler Bedeutung für die Verbesserung der Verbrauchersicherheit. Jedes Produkt muss künftig klare Informationen über den Nikotingehalt und umfassende Warnhinweise enthalten, die mindestens 35% der sichtbaren Verpackungsoberfläche einnehmen. Zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wie Kindersicherungen, Bruchschutz und eine auslaufsichere Gestaltung sind nun ebenfalls vorgeschrieben. Diese verbesserten Kennzeichnungsanforderungen sollen nicht nur die Risiken beim Gebrauch dieser Produkte minimieren, sondern auch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Produkten beitragen. Dabei stellt die Umsetzung dieser Verpackungsrichtlinien für viele Unternehmen eine erhebliche Herausforderung dar, fördert jedoch gleichzeitig eine transparente Informationspolitik gegenüber den Endverbrauchern.
Einführung der Nikotinsteuer und ihre Implikationen
Die Einführung einer Nikotinsteuer ist ein weiterer wichtiger Aspekt der neuen Gesetzgebung, die ab Oktober 2024 in der Schweiz wirksam ist. Diese Steuer betrifft einerseits alle nikotinhaltigen Einweg E-Zigaretten. Die Steuer beträgt bei diesen Geräten 1.- CHF pro Milliliter. Da Einweg-Vapes maximal 2 ml enthalten dürfen, beträgt die Steuer also maximal 2.- CHF. E-Liquid mit Nikotin sowie auswechselbare Pods mit Nikotin werden mit 20 Rappen pro Milliliter besteuert, beziehungsweise 2.- CHF pro 10 ml Flasche. Diese Massnahme wird die Preise für Verbraucher spürbar beeinflussen und somit möglicherweise auch den Konsum dieser Produkte reduzieren. Ziel ist es, durch die zusätzlichen Steuereinnahmen gesundheitsfördernde Kampagnen und Aufklärungsarbeit zu unterstützen. Im internationalen Vergleich steht diese Steuerpolitik nicht isoliert da; viele Länder haben ähnliche Abgaben eingeführt, die sich unterschiedlich auf die Marktdynamik ausgewirkt haben. Langfristig könnte diese finanzielle Belastung zu einem veränderten Konsumverhalten unter den Dampfern führen, wenn diese aufgrund der höheren Kosten wieder zu Zigaretten greifen, oder der Anreiz für Raucher zum Umstieg auf E-Zigaretten weniger attraktiv wird, da ein Umstieg durch die höheren Kosten von E-Liquid weniger attraktiv wird.

Vorbefüllte E-Zigaretten Pods mit nikotinhaltigem E-Liquid: Neu gilt ein maximales Volumen von 2 ml pro Pod.
Die Rolle der Produktinformationen bei der Aufklärung der Konsumenten
Nikotinhaltige E-Liquids müssen diverse Produktinformationen enthalten. Diese müssen beispielsweise Anweisungen zur sachgerechten Nutzung und Lagerung des Produkts, eine komplette Liste der Inhaltsstoffe in absteigender Reihenfolge der Menge, spezifische Warnhinweise für Risikogruppen, sowie diverse weitere Informationen enthalten. Diese Gebrauchsinformationen sind wichtig, um Missverständnisse zu reduzieren und Konsumenten dazu zu bewegen, informierte Entscheidungen zu treffen. Die Herausforderung liegt darin, diese Informationen klar und verständlich zu gestalten, sodass sie von einem breiten Publikum leicht aufgenommen werden können. Hersteller und Importeure stehen vor der Aufgabe, stets die Genauigkeit und Aktualität der Informationen zu gewährleisten.
Überwachung und Durchsetzung der Einhaltung der Vorschriften
Zur Überwachung der Einhaltung der neuen Vorschriften für E-Zigaretten werden verschiedene Strategien und Massnahmen ergriffen. Die Rolle der Behörden ist dabei nicht zu unterschätzen, denn sie tragen massgeblich zur Sicherstellung der Produktkonformität bei. Einige der grössten Herausforderungen bei der Durchsetzung dieser Regelungen umfassen Alterskontrollen und den Umgang mit Verstössen. Verbraucherfeedback und Beschwerden liefern ebenfalls wichtige Einsichten und tragen zur Regulierung bei, indem sie auf potenzielle Mängel hinweisen. Unternehmen, die sich nicht an die Vorschriften halten, können mit erheblichen Sanktionen rechnen, was den Druck erhöht, die Vorgaben strikt zu befolgen.
Die Zukunft der E-Zigaretten Nutzung unter neuen regulatorischen Rahmenbedingungen
Die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen werden wahrscheinlich signifikante langfristige Auswirkungen auf den E-Zigaretten-Markt, die Verbraucher sowie die öffentliche Gesundheit haben. Innovationen in der E-Zigarettenbranche könnten durch die strengeren Vorschriften gebremst werden, da die Erfüllung der neuen Sicherheits- und Kennzeichnungsanforderungen zusätzliche Investitionen erfordert. Gleichzeitig könnten diese Regelungen dazu führen, dass Verbraucher häufiger zwischen herkömmlichen Zigaretten und E-Zigaretten wechseln, je nachdem wie sich die Verfügbarkeit und die Kosten entwickeln. Es ist auch möglich, dass die neuen Gesetze den Wettbewerb beeinflussen, indem kleinere Marktteilnehmer möglicherweise nicht in der Lage sind, die erforderlichen Anpassungen schnell genug umzusetzen. Auf globaler Ebene könnten diese Regelungen beispielgebend wirken und die internationale Diskussion und Gesetzgebung bezüglich der Regulierung von Nikotinprodukten beeinflussen. Es ist anzunehmen, dass weitere Massnahmen und Anpassungen notwendig sein werden, um die gesetzten Ziele vollständig zu erreichen.











