Asunción: In einem Interview versicherte Anuar Gozzen, der kaufmännische Leiter der Essap (staatliches Wasserversorgungsunternehmen), dass intensiv an der kommerziellen Regulierung des Dienstes gearbeitet werde, mit besonderem Fokus auf Wartung, die Verhinderung von Lecks und der Einstellung der Versorgung von säumigen Kunden.
„Dieser Prozess wird den gesamten Monat über durchgeführt, und in dieser Phase erreichen wir mehr als 15.000 Kunden, die Schulden bei dem Unternehmen haben“, präzisierte er.
Ebenso erklärte er, dass die Arbeiten organisiert in Teams, hauptsächlich in Asunción und dem Großraum, durchgeführt werden.
Weiterhin ging Gozzen auf die Situation der säumigen Schuldner ein und versicherte, dass ab der dritten unbezahlten Rechnung die gesetzliche Befugnis bestehe, den Dienst einzustellen, falls der Kunde keine Verhandlungen zur Begleichung seiner Schulden aufnimmt.
„Die Essap bietet Zahlungserleichterungen an, einschließlich Ratenzahlungspläne und Flexibilität, angepasst an die Möglichkeiten jedes Kunden. Unser Ziel ist es nicht, jemanden ohne Wasser zu lassen, sondern nachhaltige Lösungen zu finden“, bekräftigte er.
Aktuell liegt die Zahlungsmoral im privaten Kundenbereich bei 36 %, was eine aufgelaufene Schuld von über 70 Milliarden Guaranies darstellt. Eine Situation, die man auch mit anderen Strategien und Instrumenten entschärfen wolle, so der Direktor.
Er bedauerte ferner, dass viele Menschen den Dienst nach einer Unterbrechung illegal wieder anschließen. „Bisher haben wir über 3.300 Interventionen wegen illegaler Anschlüsse durchgeführt“, versicherte er.
In diesem Zusammenhang erinnerte Gozzen daran, dass solche Handlungen im Strafgesetzbuch vorgesehen sind und mit Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr oder Geldstrafen geahndet werden können.
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass für diejenigen, die ihre Gesamtschulden nicht auf einmal begleichen können, Finanzierungspläne existieren, die es ermöglichen, den Dienst wiederherzustellen, ohne 100 % des Betrags in einer einzigen Zahlung zu decken.
Abschließend betonte Gozzen, dass wichtige Schritte zur Modernisierung des Dienstes unternommen werden. „Wir arbeiten an der Installation von intelligenten Zählern, die es ermöglichen werden, Ablesungen und Unterbrechungen aus der Ferne durchzuführen. Darüber hinaus entwickeln wir eine APP für Nutzer, mit dem Ziel, die Transparenz und den Zugang zu Informationen zu verbessern“, schloss er.
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