Paraguari: Etwa 185 km von Asunción und 27 km vom Stadtzentrum von Mbuyapey (Departamento Paraguari) entfernt, münden die klaren Gewässer, die vom Cerro Cajón herabfließen, in einen spektakulären Wasserfall von rund 60 Metern Höhe.
Sie bilden wunderschöne Quellen und glasklare natürliche Becken, die in einer Zeit, in der die Hitze bereits spürbar wird, zur Erfrischung einladen. Journalisten besuchten den Ort, um diesen natürlichen Anziehungspunkt festzuhalten und mit dem Mann zu sprechen, der die Besucher durch dieses fabelhafte Erlebnis führt.
Nach 20 km Fahrt auf einer roten Erdstraße, die sich von der Route Rincón-Borja bis fast zum Fuß des Hügels erstreckt, erreicht man die abgelegene Ortschaft Ñuahi 2, im Osten des neunten Departements, an der Grenze zu Guairá. Etwa 40 Familien, die meisten miteinander verwandt, leben auf den Hügeln und Wiesen dieser geologischen Formation, die laut Quellen zum Sandstein der Caacupé-Gruppe gehört.
Schon beim Abstieg über den steilen Weg, der zum Hügel führt, kann man den Wasserfall in der Ferne erkennen, was die Vorfreude noch steigert. Im letzten Haus am Fuße der Erhebung empfängt uns Cantalicio Cardozo, ein Mann von etwas über 40 Jahren, der uns mit einem breiten Lächeln das Tor öffnet.
Einige Hunde stürmen bellend auf uns zu, lassen sich aber durch unsere freundlichen Gesten sofort besänftigen und fordern sogar Streicheleinheiten ein. Ein Kind schläft in der Hängematte, während sein älterer Bruder allein gegen eine Wand Fußball spielt. „Stellt euer Fahrzeug dort in den guten Schatten. Macht euch keine Sorgen. Hier ist noch nie auch nur ein Löffel verloren gegangen“, versichert unser Gastgeber.
Nach dem Mittagessen packen wir unseren Proviant aus. Cantalicio erzählt uns, dass sie Selbstversorgungskulturen anbauen sowie Milchkühe und Kleinvieh züchten. Zudem empfangen sie gelegentliche Besucher. Diese sind jedoch nicht zahlreich, da der Ort selbst vielen Bewohnern der umliegenden Gebiete unbekannt ist.
Der Aufstieg Cantalicio füllt seine Thermoskanne mit Bachwasser für den Aufstieg. Nach etwa 400 Metern Anstieg, die uns aufgrund unserer ungeeigneten Kleidung und Schuhe viel länger vorkommen, erreichen wir das Zentrum des Wasserfalls. Ein Schild begrüßt uns: “Nde revy’ánte arã, reime ko’ápe, cerro Cajón, Paraguay“ (Du sollst einfach nur glücklich sein, du bist hier). “Reise, lebe, genieße.“
Das durchscheinende Wasser fällt über Steinstufen herab und mildert so die Bodenerosion, weshalb das Becken an der Basis recht flach und sicher zum Baden ist. Nach den obligatorischen Fotos und einem langen Gespräch zwischen den Steinen bei Runden von Tereré erzählt uns Cantalicio einige Legenden des Ortes – etwa von einem Brüllen, das der Wasserfall bei der Anwesenheit unerwünschter Personen ausstößt.
Der Gipfel, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Wiesen und umliegenden Erhebungen hat, ist ein absolutes Highlight. „Es hat viel geregnet. Deshalb ist es jetzt so schön, aber er war schon einmal größer“, sagt er und zeigt uns ein Video von vergangenen Tagen, das bestätigt, dass das Wasservolumen tatsächlich schon stärker war.
Vy’a Renda (Ort der Freude)
Nachdem wir mindestens eine Stunde auf dem Gipfel verbracht haben, machen wir uns auf den Weg zum kleineren und versteckteren Wasserfall namens Vy’a Renda. Dies ist eine Strecke mit hohem Schwierigkeitsgrad, da man neben Schlamm auch hohe Felswände überwinden muss. Die Anstrengung lohnt sich jedoch: Ein etwa 10 Meter hoher Strahl mündet in ein transparentes Becken im Herzen des Waldes.
Gegen 17:00 Uhr erreichen wir wieder das Wohnhaus der Familie für eine schnelle Runde Tereré. Als wir uns verabschieden, biete ich unseren freiwilligen Beitrag für die Reinigung an, doch Cantalicio lehnt freundlich ab. Auf die Frage nach einer Botschaft für Besucher antwortet er: „Ich möchte alle Abenteurer und Naturliebhaber einladen, diesen so schönen Ort zu genießen, den wir hier am Cerro Cajón in Mbuyapey haben. Hier gibt es Frieden und Ruhe. Wir wissen, dass der Mensch die Natur zum Überleben braucht, aber die Natur hängt auch vom Menschen ab, um zu leben.“
Großes touristisches Potenzial
Der Forstingenieur und Reiseleiter Peter García erklärt, dass der Salto Escondido (Versteckter Wasserfall) in der Pufferzone des Nationalparks Ybycuí liegt. Als Teil der Ökoregion des Atlantischen Waldes gibt es hier reichlich Wasserquellen. García hebt hervor, dass der Bezirk großes touristisches Potenzial besitzt; neben den Wasserfällen durchquert der Fluss Tebicuary das Gebiet mit einem schönen Strand zum Angeln und Campen.
Auch der Stadtkern hat seinen Reiz mit Gebäuden aus dem frühen letzten Jahrhundert. Der Name der Stadt leitet sich von “mbujape“ ab, einer sehr süßen Orangenart, die in wasserreichen Gebieten reichlich vorkam.
Nützliche Informationen
Eintritt: 10.000 Guaranies für die regelmäßige Reinigung des Pfades + 10.000 Gs. extra für Camping.
Anreise: Vor der Reise unbedingt Kontakt mit Cantalicio aufnehmen, damit er den Standort direkt von dort senden kann (GPS-Suche nach Namen führt oft zu Fehlern).
Ausrüstung: Bequeme Kleidung und geeignete Wanderschuhe tragen.
Kontakt: Cantalicio Cardozo: (0984) 740-718. Bitte im Voraus schreiben, da Nachrichten aufgrund schlechten Empfangs Stunden brauchen können.
Wochenblatt / La Nación / Facebook Paraguari Noticias















ein Leser
Frage: Zeigt das Bild in diesem Bericht tatsächlich den genannten Wasserfall, oder handelt es sich – wie so oft bei KI-generierten Darstellungen – um eine irreführende, falsche Vorstellung?
Redaktion
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