Asunción: Die Ehefrau des flüchtigen Sebastián Marset, Gianina García Troche, veröffentlichte in den letzten Stunden ein Video, das im Inneren des „Hochsicherheitsgefängnisses” von Viñas Cué aufgenommen wurde, wodurch erneut schwerwiegende Verstöße gegen die Kontrollen des Strafvollzugssystems deutlich wurden.
Das Material wurde per Videoanruf übertragen und anschließend in den sozialen Netzwerken verbreitet, wo die Frau vor allem auf TikTok sehr aktiv ist.
In dem Video wirkt García Troche sichtlich mitgenommen und prangert die angeblich prekären Haftbedingungen, die lange Isolation und die Misshandlungen innerhalb der Haftanstalt an. Sie versichert, dass sie seit sieben Monaten in Isolationshaft sitzt und sich ihr Gesundheitszustand während ihrer Haftzeit erheblich verschlechtert hat, mit wiederholten Krampfanfällen, Dekompensationen und körperlichen Verletzungen, die ihrer Aussage zufolge nicht angemessen medizinisch versorgt wurden.
Die Frau gibt an, dass sie nach einer schweren Dekompensation in das Militärkrankenhaus gebracht wurde, aber nicht einmal 24 Stunden dort blieb, bevor sie wieder ins Gefängnis zurückgebracht wurde. Sie weist darauf hin, dass sie einen ungewöhnlich niedrigen Herzrhythmus hatte, mehrfach erneut Krämpfe bekam und Blutergüsse am ganzen Körper hat. Sie behauptet auch, dass medizinische Untersuchungen wie Elektroenzephalogramme und andere neurologische Untersuchungen auf eine Hirnschädigung hindeuten würden, dass ihr diese Berichte jedoch vorenthalten oder vorenthalten würden.
In ihrer Aussage betont García Troche, dass sie sich freiwillig der Justiz gestellt und auf einen Asylantrag verzichtet habe, was sie – nach ihren eigenen Worten – aus Sorge um das Wohlergehen ihrer Kinder getan habe. Sie bekräftigt, dass sie weder ihre sofortige Freilassung noch einen Freispruch anstrebt, sondern dass ihre Beschwerden untersucht werden und ihr Recht auf Gesundheit und eine würdige Behandlung gewährleistet wird. In diesem Zusammenhang stellt sie gerichtliche und administrative Entscheidungen in Frage, die ihr, wie sie behauptet, den Zugang zu medizinischen Untersuchungen wie einer Magnetresonanztomographie verwehren.
Über den Inhalt der Anzeige hinaus löste die Verbreitung des Videos eine neue Kontroverse aus, da es bestätigte, dass die Insassin in einem als hochsicher geltenden Gefängnis Zugang zu einem Mobiltelefon hatte. García Troche selbst bestritt, das Gerät mitgebracht zu haben, und stellte die Version in Frage, dass ein Familienmitglied dies getan habe, und wies auf die Verantwortung der Gefängnisbehörden hin.
Der Fall wirft erneut heftige Fragen hinsichtlich der wirksamen Kontrolle in Viñas Cué auf, einer Einrichtung, die offiziell als Einrichtung mit erhöhten Sicherheitsstandards vorgestellt worden war. Die Möglichkeit, Videoanrufe zu tätigen und Inhalte aus dem Inneren zu verbreiten, deckt gravierende Mängel in den Protokollen auf und entfacht erneut die Debatte über den Umgang mit Insassen, die mit hochkarätigen Fällen und organisierter Kriminalität in Verbindung stehen.
Bislang haben die Behörden keine detaillierte offizielle Stellungnahme dazu abgegeben, wie die Kommunikation zustande kam und welche Gesundheitsbeschwerden die Insassin vorgebracht hat, während der öffentliche Druck wächst, sowohl die medizinische Situation von García Troche als auch die offensichtliche Sicherheitslücke in der Haftanstalt zu untersuchen.
Wochenblatt / El Nacional














