Encarnación: Das Gesundheitssystem des Departements Itapúa befindet sich in Alarmbereitschaft aufgrund des besorgniserregenden Anstiegs von Überdosierungen durch Fentanyl. Diese synthetische Droge birgt ein extrem hohes Risiko und zirkuliert bereits illegal in der Region.
Laut dem Regionalkrankenhaus von Itapúa handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um ein schwerwiegendes gesundheitliches und soziales Problem.
Der Direktor des Krankenhauses, Dr. Juan María Martínez, bestätigte einen stetigen Zuwachs an jungen Patienten in den Notaufnahmen, in deren Organismus Fentanyl nachgewiesen wurde. In den meisten Fällen wird die Substanz in Kombination mit Kokain konsumiert – eine extrem gefährliche Mischung, welche die toxische Wirkung verstärkt und das Sterberisiko exponentiell erhöht.
Daten aus dem letzten Jahr zeigen, dass Kokain weiterhin die am häufigsten nachgewiesene Droge bei Einlieferungen ist. Viele Patienten weisen komplexe klinische Bilder mit schweren neurologischen, respiratorischen und kardiovaskulären Folgeschäden auf, was langwierige Aufenthalte auf Intensivstationen erfordert.
In Bezug auf Fentanyl warnen Mediziner, dass bereits kleinste Dosen tödlich sein können. Eine Überdosis führt zu einer schnellen Atemdepression, die ohne sofortige Behandlung innerhalb von Minuten zu einem tödlichen Herz-Atem-Stillstand führen kann. Das Krankenhaus empfängt Patienten aus dem gesamten Departement und anderen Landesteilen, was die Ausbreitung des Konsums verdeutlicht. Die Behörden fordern daher dringende Präventionsmaßnahmen für das Jahr 2026.
Wochenblatt / Mas Encarnación














