Asunción: Nach etwas mehr als 15 Jahren moderner Bergbaugesetzgebung zeigt Paraguay konkrete Anzeichen für wachsendes Investoreninteresse. Laut Víctor Fernández, Präsident der paraguayischen Bergbaukammer (Capami), befindet sich der Sektor vor allem in der Prospektions- und Explorationsphase, vorangetrieben durch kleinere Unternehmen, die den Weg für größeres Kapital geebnet haben.
In einem Gespräch mit Journalisten erklärte Fernández, dass derzeit vor allem Gold, Lithium, Uran und Titan im Fokus der Untersuchungen und Erschließungen stehen. Er hob hervor, dass der bekannteste Fall das Goldvorkommen in Paso Yobai ist. Dort machen ökologische Herausforderungen tiefgreifende Anpassungen erforderlich, um die Projekte an internationale Standards für bewährte Bergbaupraktiken anzupassen.
Lithium, das aufgrund der globalen Energiewende stark nachgefragt wird, hat sowohl in der Region Oriental als auch im Chaco großes Interesse geweckt.
Projekte für Uran und Titan stellen unterdessen einen qualitativen Sprung dar, da sie etablierte Großunternehmen mit hoher Finanzkraft und technologischer Kapazität anziehen. In diesem Zusammenhang hob Fernández das US-Unternehmen “Uranium Energy Corp“ hervor. Dieses treibt Projekte voran, die in den Departements Caazapá, Caaguazú und Alto Paraná in die Erschließungs- und Produktionsphase übergehen könnten – Zonen, die aufgrund ihrer günstigen geologischen Bedingungen derzeit die Bergbauaktivitäten anführen.
Andererseits gab er an, dass das Departement Guairá aufgrund ungelöster Umweltkonflikte ins Hintertreffen geraten ist. Dennoch bleibt das geologische Profil der gesamten Region Oriental hochattraktiv und größtenteils praktisch unerforscht. Auch der Chaco weckt Erwartungen; seine Zukunft im Bergbau wird von den Ergebnissen laufender Explorationen abhängen.
Abschließend betonte Fernández, dass der Bergbausektor das fehlende Puzzleteil sein könnte, um die nationale Produktionsstruktur zu diversifizieren, mehr formelle Arbeitsplätze zu schaffen und die Steuereinnahmen zu vervielfachen.
Wochenblatt / La Nción















