Wirtschaftsanalysten unterstützen die Rentenreform, fordern jedoch eine Reduzierung unnötiger Ausgaben

​Asunción: Organisationen behaupten, dass das Defizit der Staatskasse auf „Regeln zurückzuführen ist, die nicht mit der demografischen und fiskalischen Realität übereinstimmen”. Sie fordern Fortschritte bei der Reform und eine Reduzierung der laufenden Ausgaben des Staates.

Der Text wurde von DENDE (Desarrollo en Democracia) unterzeichnet, vertreten durch Alberto Acosta Garbarino, dem Club de Ejecutivos unter Vorsitz von Jorge Bernardes sowie der Asociación de Empresarios Cristianos (ADEC), Horizonte Positivo, Pacto Global Red Paraguay und dem Consejo Empresarial de América Latina (CEAL).

In ihrem Text betonen sie, dass die Situation der Staatskasse bereits „verantwortungsvolle und sofortige” Entscheidungen erfordert und dass der Vorschlag der Exekutive ein erster notwendiger Schritt ist, um die strukturellen Probleme des öffentlichen Rentensystems anzugehen.

Der Mitteilung zufolge ist das Defizit der Kasse auf Sozialversicherungsvorschriften zurückzuführen, die „nicht an die demografische und fiskalische Realität” des Landes angepasst sind, und dessen Aufschub nur die Kosten für die Gesellschaft erhöht. In diesem Zusammenhang betonen sie die Notwendigkeit, tiefgreifende Reformen voranzutreiben, die die mittel- und langfristige Nachhaltigkeit der Sozialversicherung gewährleisten, ohne den Steuerzahlern neue Belastungen aufzubürden.

Sie betonen jedoch auch, dass der nächste Schritt darin bestehen muss, dass die Politik eine bessere Nutzung der öffentlichen Mittel anstrebt und überflüssige Ausgaben in der öffentlichen Verwaltung vermeidet.

„Wir fordern die Politik auf, konsequent und engagiert zu handeln und sowohl eine umfassende Rentenreform als auch die Reduzierung unnötiger Staatsausgaben voranzutreiben, deren Verabschiedung von den politischen Instanzen selbst abhängt, um zu vermeiden, dass neue Belastungen auf die Bürger abgewälzt werden”, betonen sie.

Sie betonen gleichzeitig, dass der offizielle Vorschlag keine sofortige oder strukturelle Lösung für alle Probleme des Systems darstellt, sehen ihn jedoch als Fortschritt an.

„Wir unterstützen die Initiative und bewerten den Vorschlag der Exekutive als einen notwendigen ersten Schritt, auch wenn wir verstehen, dass er keine strukturelle Lösung für das Grundproblem darstellt“, erklärten sie in einem Begleittext zur Mitteilung und kamen zu dem Schluss, dass sie „ihre Bereitschaft bekräftigen, einen technischen Beitrag zur öffentlichen Debatte zu leisten, mit Schwerpunkt auf fiskalischer Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und der Zukunft des Landes“.

Mehrere Verbände lehnen Steuererhöhungen ab

Die Debatte hat bereits eine fast einstimmige Reaktion mehrerer Verbände ausgelöst, die die Reform unterstützen, aber eine mögliche Steuererhöhung ablehnen. Asimcopar war der erste und warnte, dass eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sogar Auswirkungen auf den Preis des Warenkorbs haben würde. Auch die Unión Industrial Paraguaya, die Unión de Gremios de la Producción, die Federación de la Producción, la Industria y el Comercio und die Cámara Nacional de Comercio y Servicios schlossen sich dieser Meinung an. Sie sind sich einig, dass die Reform vorangetrieben werden soll, ohne jedoch den produktiven Sektor mit neuen Belastungen zu belasten oder sensible Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Infrastruktur zu unterfinanzieren.

Wochenblatt / Última Hora

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