Villarrica: Ein grausiger Fund im beschaulichen Viertel Potrero Villar (Distrikt Coronel Martínez) sorgt derzeit für tiefe Verunsicherung unter den Anwohnern und der großen europäischen Einwanderergemeinde in der Region Guairá. Gestern entdeckte eine Angehörige die Leiche einer 66-jährigen Frau in deren eigenem Haus.
Die Umstände der Tat lassen auf ein gezieltes und äußerst gewaltsames Vorgehen schließen: Das Opfer wurde im Badezimmer aufgefunden – an Händen und Füßen gefesselt, das Gesicht mit einem Handtuch verdeckt. Ersten rechtsmedizinischen Untersuchungen zufolge verstarb die Frau durch Ersticken.
Besonders besorgniserregend: Die Tat ereignete sich in einer Gegend, die aufgrund ihrer ruhigen Lage bisher als sicher galt. Da die Identität des Opfers von der Nationalpolizei noch nicht vollständig für die Presse freigegeben wurde, wächst unter den Anwohnern und der großen deutschen Gemeinschaft in der Region die Sorge, da das Alter und die Wohnsituation der Frau auf viele hier lebende Landsleute zutreffen könnten.
Die Kriminalpolizei von Guairá hat zusammen mit der Mordkommission und der Spurensicherung die Ermittlungen aufgenommen. Während die Behörden zur Ruhe mahnen, wächst in der Nachbarschaft die Angst vor Raubüberfällen auf abgelegene Grundstücke. Spezialisten untersuchen derzeit, ob Wertgegenstände aus dem Haus entwendet wurden, um ein klares Motiv feststellen zu können.
Wochenblatt / Megacadena















