Freigang gegen Schrubben: Knast-Deal macht Schulen sauber

Ciudad del Este: Eine Gruppe von Strafgefangenen wird an Reinigungsarbeiten in Bildungseinrichtungen in der Hauptstadt von Alto Paraná teilnehmen. Diese Aktion zielt auf mehr ab als nur ordentliche Klassenzimmer: Sie soll eine echte Tür zur sozialen Wiedereingliederung öffnen.

Die Initiative wird 35 öffentliche Schulen vor Beginn des neuen Schuljahres abdecken und von Insassen des Zentrums für soziale Wiedereingliederung in Minga Guazú im Departement Alto Paraná durchgeführt.

Die Ankündigung erfolgte durch Justizminister Rodrigo Nicora in Begleitung von Vertretern der Regierung von Alto Paraná und des Nationalen Dienstes zur Ausrottung der Malaria (Senepa). Wie erläutert wurde, zielt das Programm darauf ab, dass die Insassen durch Arbeit wieder eine Verbindung zur Gemeinschaft aufbauen können.

In dieser ersten Phase wurden zehn Personen ausgewählt, um das Gefängnis zu verlassen und an den Aufgaben teilzunehmen. Nicora kündigte an, dass beabsichtigt sei, das Kontingent in Zukunft zu erweitern, sofern die Erfahrung positive Ergebnisse zeigt.

Jede Bildungseinrichtung wird festlegen, welche Arbeiten durchgeführt werden, wozu die Reinigung von Klassenzimmern, Höfen und Gemeinschaftsbereichen gehören kann. Die Arbeiten werden ausschließlich vor Schulbeginn stattfinden, stellte der Minister klar.

Der Plan beschränkt sich jedoch nicht nur auf Schulen. Das Justizministerium prüft bereits neue Vereinbarungen, um diese Arbeitseinsätze auf andere gemeinschaftliche Aktivitäten auszuweiten, wie etwa Arbeiten auf öffentlichen Plätzen, Tischlerarbeiten für Kirchen und die Teilnahme an Kampagnen gegen das Dengue-Fieber.

Zusätzlich zur sozialen Wirkung bietet das Programm einen konkreten Anreiz für die Teilnehmer: Für jeweils zwei Arbeitstage wird die Strafe um einen Tag verkürzt, sofern die vom Strafvollzugssystem festgelegten Regeln eingehalten werden.

Nicora führte aus, dass die Insassen basierend auf ihrem Profil ausgewählt wurden. Alle haben bereits mehr als die Hälfte ihrer Strafe verbüßt, zeigen ein gutes Benehmen und haben zuvor an anderen Wiedereingliederungsprogrammen teilgenommen, was die Genehmigung für den vorübergehenden Freigang ermöglichte.

Wochenblatt / Mas Encarnación

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen