Asunción: Täglich veröffentlichen die Nationalpolizei und das Ministerium für Kinder und Jugendliche (MINNA) Fotos und Daten von Kindern und Jugendlichen, die nicht nach Hause zurückgekehrt sind und deren Verschwinden offiziell gemeldet wurde.
Wie den sozialen Netzwerken des Ministeriums zu entnehmen ist, wurde allein in dieser Woche das Verschwinden von mindestens 15 Minderjährigen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren gemeldet. Die Anzeigen gingen bei Polizeistationen in der Hauptstadt Asunción, dem Departement Central sowie in Departements wie Canindeyú und San Pedro ein.
Betrachtet man die Berichte für den gesamten Monat Februar, ist die Zahl noch weitaus besorgniserregender: Es wurden bereits mehr als 40 Vermisstenanzeigen registriert. In dieser Gruppe befinden sich auch Säuglinge, die zusammen mit ihren Müttern als vermisst gemeldet wurden.
In den letzten 24 Stunden gemeldete Vermisstenfälle:
Lidia Torales – 14 Jahre
Grissel Romero – 15 Jahre
Mario Mendoza – 12 Jahre
Matías Benítez – 11 Jahre
Jorge Battilana – 15 Jahre
María Miltos – 16 Jahre
Sofía Moray – 14 Jahre
Tobías Moray – 16 Jahre
Die Behörden bitten Personen, die über relevante Informationen verfügen, sich mit der Spezialabteilung für die Suche und Lokalisierung vermisster Personen (Nummer 130), dem Notruf 911 der Nationalpolizei oder der Hilfe-Hotline 147 des MINNA in Verbindung zu setzen.
Hintergrund: Das „MAFE-Gesetz“
Es sei daran erinnert, dass die Exekutive Ende letzten Jahres das Gesetz zur Schaffung des Nationalen Registers für vermisste Personen und des Warnsystems – besser bekannt als „Ley MAFE“ – erlassen hat. Ziel dieses Gesetzes ist die offizielle Zentralisierung von Informationen in einem öffentlichen, kostenlosen, aber zugangsbeschränkten Register. Dieses soll personenbezogene Daten und den Verlauf aller polizeilichen Ermittlungsarbeiten enthalten.
Wochenblatt / Abc Color















