Asunción: Der in Paraguay lebende Deutsche Julien Eckmann hat berichtet, welche Vorurteile seine Landsleute haben, bevor sie das Land besuchen. Laut Eckmann glauben viele Deutsche, dass Paraguay „langweilig“ sei – doch sobald sie sich hier erst einmal niedergelassen haben, wollen sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren.
In einem TikTok-Video schilderte Eckmann die Vorurteile im Detail: „Paraguay ist viel zu langweilig. Was kann man hier schon machen? Nichts, es ist ein riesiger Dschungel und es gibt keinen Tourismus. Das denken viele Leute in Deutschland, weil sie noch nie hierhergekommen sind, um die Ruhe und den Tereré zu genießen“, kommentierte er.
Der Europäer erklärte, dass diejenigen, die das Land besuchen, eine ganz andere Realität entdecken: „Sobald du nach Paraguay kommst, merkst du, wie friedlich es ist, und du wirst dieses Land nie wieder verlassen wollen.“
Eckmann fügte hinzu, dass sich viele Ausländer in die Ruhe und die Schönheit des paraguayischen Bodens verlieben, was auch die Präsenz so vieler Deutscher erklärt, die sich für das Bleiben entscheiden: „Deshalb gibt es hier so viele Deutsche. Sie kommen auf den Geschmack der Ruhe des Landes und sagen: ‚Tschüss, Deutschland‘.“
Beschwerde über den Zebrastreifen
In einem weiteren Video sprach Julien Eckmann über den mangelnden Respekt einiger (99%) paraguayischer Autofahrer gegenüber Fußgängern. Als er versuchte, einen Zebrastreifen zu überqueren, zeigte er sich schockiert über die Einstellung der Autofahrer.
„Wofür ist das hier gut? Ich verstehe es nicht, niemand lässt dich rübergehen. Was soll das? Bitte Paraguay, was ist hier los? Sie kennen die Regeln für diese Streifen nicht. In Deutschland bekommst du Ärger mit der Polizei, wenn du so etwas machst“, sagte Eckmann.
Wochenblatt / La Nación
















Heinz1965
Die Vorurteile sind berechtigt und helfen bei der Entscheidungsfindung bezüglich des Auswanderungs Zieles . Für viele Auswanderer ist Paraguay am Ende die neue Hombase , während die Nachbarländer den touristischen Erlebnisswert bieten
waldwixxler
Ich denke nicht, dass der Verkehr hier wirklich ein Problem darstellt, sondern vielmehr die mangelnde Gesundheitsinfrastruktur. Hat z.B. jemand ein Impfzentrum in Paraguay gesehen? Also.
Es sollten große (und neue) Gesundheitszentren gebaut werden, die Verkehrserziehung kann dann auch gleichzeitig vor Ort, z.B. zwischen verschiedenen Untersuchungen und der für den Führerschein obligatorische Impfnachweis, stattfinden. Damit sind alle guten Sachen vereint und den Leuten wird direkt geholfen.
Schroeder
Zum Glück verlassen die meisten Europäer Paraguay nach kurzer Zeit wieder… nur die Harten bleiben im Garten ✓