Albtraum während des Gottesdienstes: Mädchen in Kirche missbraucht

Limpio: Ein Mädchen mit Autismus soll während eines Gottesdienstes in der Toilette einer evangelikalen Kirche sexuell missbraucht worden sein. Besonders brisant: Sowohl die Familie des mutmaßlichen Täters als auch der Pastor der Gemeinde drängten die Angehörigen massiv dazu, keine Anzeige zu erstatten.

Nach Angaben der Verwandten ereignete sich der Vorfall am Samstag, den 28. Februar. Während des Gottesdienstes sagte das Mädchen seiner Großmutter, dass es zur Toilette müsse. Als sie nach einiger Zeit nicht zurückkehrte, machte sich die Großmutter auf die Suche, berichtete ein Onkel.

Bei den Damentoiletten konnte sie das Kind nicht finden. Die einzige verschlossene Tür im Gebäude war die der Herrentoilette. Als die Großmutter gegen die Tür klopfte, rief man ihr von innen zu, dass das Mädchen nicht dort sei. Die Frau bückte sich jedoch und erkannte unter der Tür die Schuhe ihrer Enkelin.

Mit Hilfe anderer Anwesender gelang es, die Tür zu öffnen. Dahinter fanden sie das Mädchen und einen Jugendlichen in einem Zustand vor, der auf einen schweren sexuellen Übergriff hindeutete.

Der schwerwiegendste Aspekt des Falls ist laut Opferfamilie das anschließende Verhalten der Verantwortlichen: Sowohl die Familie des mutmaßlichen Täters als auch der Pastor setzten die Angehörigen unter Druck. Sie forderten sie auf, das Kind zwar ins Krankenhaus zu bringen, aber keine Anzeige zu erstatten, um das “Ansehen der Kirche nicht zu schädigen“. Am darauffolgenden Tag entschied sich die Familie trotz des Drucks – und der Behauptung, der Junge habe seine Tat bereits bereut und sich entschuldigt – den Fall der Polizei zu melden.

Der Fall wird nun von der Staatsanwaltschaft untersucht.

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