Asunción: Nach einem dramatischen Rettungseinsatz in der Hauptstadt von Paraguay wurde im Abgeordnetenhaus ein Projekt vorgelegt, das Gastronomiebetriebe dazu verpflichten soll, geschultes Personal für Notfälle bereitzuhalten. Das Ziel: Erstickungstode beim Essen verhindern.
Der Gesetzentwurf mit dem Titel “Gesetz, welches Eigentümer von Gastronomiebetrieben mit hohem Publikumsverkehr verpflichtet, über in Erster Hilfe geschultes Personal sowie sichtbare Notfallanweisungen zu verfügen“, wurde kürzlich in der Abgeordnetenkammer eingebracht.
Sicherheit während der gesamten Öffnungszeit
Die Initiative sieht vor, dass Lokale mit hohem Gästeaufkommen während der gesamten Betriebszeit mindestens einen Mitarbeiter vor Ort haben müssen, der in Erster Hilfe zertifiziert ist.
Zusätzlich soll die Verpflichtung eingeführt werden, gut sichtbare Hinweistafeln anzubringen. Diese müssen klare Anweisungen enthalten, wie in Notfällen – insbesondere bei Verschlucken und Erstickungsgefahr – zu handeln ist.
Der Auslöser: Eine Heldin im Alltag
Hintergrund des Entwurfs ist ein aktueller Vorfall in der Hauptstadt Asunción. Ein älterer Herr erlitt in einem Restaurant einen Erstickungsanfall durch Verschlucken. Dank des beherzten Eingreifens einer Angestellten, die zufällig über Erste-Hilfe-Kenntnisse verfügte, konnte ein tödlicher Ausgang verhindert werden.
Der Entwurf hebt hervor, dass der Heimlich-Handgriff eine weltweit anerkannte und effektive Technik zur Befreiung der Atemwege ist, die zum Basiswissen der Ersten Hilfe gehört.
Wer ist betroffen?
Die Regelung richtet sich an Eigentümer, Verwalter und Verantwortliche von:
-Restaurants und Bars
-Konditoreien und Cafés
-Food-Courts (Patios de Comida)
-Ähnliche Betriebe, in denen Speisen und Getränke vor Ort verzehrt werden.
Zertifizierte Ausbildung
Die Schulungen müssen von anerkannten Institutionen durchgeführt werden. Genannt werden hierbei:
-Das SNPP (Servicio Nacional de Promoción Profesional)
-Die Freiwillige Feuerwehr (Bomberos Voluntarios)
-Öffentliche Gesundheitsbehörden oder andere zertifizierte Stellen.
Die Betreiber müssen sicherstellen, dass permanent genügend Personal geschult ist, um die gesetzliche Präsenzpflicht zu jeder Stunde abzudecken.
Wochenblatt / Hoy
















Kaffeetrinker
Da reicht ja wohl der Nothelferkurs vom Auto der auch ohne Schulung zu erwerben möglich ist,
oder wollen sie noch was anderes verkaufen. Und was passiert wenn die Person trotzdem erstickt?
Komme ich dann ins Gefängnis oder wird mich die Familie des Opfers verklagen?