Bahía Negra: Ein Polizeieinsatz in einer unwirtlichen Gegend des paraguayischen Chaco endete mit einem beunruhigenden Fund: einer Leiche und Trümmern eines abgestürzten Hubschraubers, in Cuatro Bocas’i, im Departement Alto Paraguay.
Alles begann mit der Meldung über das Verschwinden eines Hubschraubers in der Gegend, an Bord befand sich ein brasilianischer Besatzungsmitglied, wie die brasilianischen Behörden denen in Paraguay mitteilten.
Kommissar Carlos Martínez von der Ermittlungsabteilung in Boquerón erklärte, dass die Suche nach Informationen am Donnerstag, dem 30. April, gegen 15:00 Uhr begann. Dort trafen sie auf Ever Luis Ojeda Vera, einen 39-jährigen Paraguayer, einen Landarbeiter, der sich in Widersprüche verstrickte, was Martínez aufmerksam machte. Nach mehreren Versuchen gestand er schließlich, die Leiche, die er dort gefunden hatte, vergraben zu haben. Er wurde festgenommen.
Die Beamten fanden die Leiche und vermuten, dass es sich um den als vermisst gemeldeten Brasilianer handelt. Nur wenige Meter entfernt fanden sie Überreste eines Fluggeräts: blaue und graue Blechteile sowie weitere verstreute Gegenstände.
Unter den sichergestellten Beweismitteln befindet sich ein Ausweis mit der Aufschrift „R66 Pilot’s Checklist“, was darauf hindeutet, dass es sich bei dem Fluggerät um einen Hubschrauber des Modells Robinson R66 handeln könnte. Diese Annahme muss jedoch noch durch technische Gutachten bestätigt werden.
„Wir gehen davon aus, dass der Hubschrauber illegale Waren transportierte und überladen war, weshalb er abgestürzt ist“, erklärte der Ermittler gegenüber einem Radiosender.
Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft, die forensische und technische Untersuchungen angeordnet hat, um den Hergang zu klären, das Opfer zu identifizieren und die Ursache sowie die Umstände des Unglücks zu ermitteln.
Die Behörden schließen keine Hypothese aus und arbeiten weiterhin in dem schwer zugänglichen Gebiet, was die Aufdeckung des Vorfalls verzögert haben dürfte.
Wochenblatt / Extra















