Santa Rosa del Aguaray: Eine Frau wurde festgenommen, nachdem sie von einer 31-köpfigen Großfamilie aus Santa Rosa del Aguaray angezeigt worden war. Die Betroffenen geben an, rund 60.000 US-Dollar für ein Reisepaket gezahlt zu haben, das Flüge und Unterkünfte in Cancún sowie anderen Reisezielen beinhaltete. Die Reise kam letztlich nicht zustande, und bisher gelang es den Geschädigten auch nicht, ihr Geld zurückzubekommen.
Die Familie, bestehend aus Erwachsenen und Kindern, hatte geplant, eine Woche Urlaub im Ausland zu verbringen, wie sie es in der Vergangenheit bereits durch die Buchung von Reisepaketen getan hatte. Diesmal jedoch verwandelte sich die Reise in eine wahre Odyssee, nachdem es zu aufeinanderfolgenden Verschiebungen und schließlich zur Absage der Reise gekommen war.
Dem Polizeibericht zufolge standen die 31 Familienmitglieder seit Jahren in Kontakt mit Anneliese Wisner, die als Reiseverkehrskauffrau tätig war und ihnen zuvor über das Reisebüro Smart Travel Auslandsreisen verkauft hatte.
Für diesen Urlaub zahlte die Familie insgesamt rund 60.000 US-Dollar für Flüge, Unterkünfte und weitere touristische Leistungen. Ursprünglich sollte die Reise am 16. Mai antreten werden, doch aus familiären Gründen wurde beschlossen, den Abflug zu verschieben. Laut Anzeige zahlten sie daraufhin 260 US-Dollar pro Person für die Umbuchung.
Der neue Reisetermin wurde auf den 25. Juli festgelegt, doch erneut traten Probleme auf. Die Frau teilte ihnen mit, dass es Schwierigkeiten mit den Flugverbindungen und Zwischenstopps gäbe, weshalb der Abflug auf den 28. Juli verlegt wurde.
Die größte Enttäuschung folgte nur wenige Stunden vor dem geplanten Abreisedatum, als die Reisevermittler diesmal mitteilte, dass die Reise nicht stattfinden könne, da angeblich keine bestätigte Hotelreservierung vorliege. Angesichts dieser Situation versprach sie Berichten zufolge, der Familie das Geld zurückzuzahlen.
Die 31 Personen waren reisefertig und voller Vorfreude auf ihren Urlaub, konnten jedoch letztlich nicht abreisen und erhielten auch ihr gezahltes Geld nicht zurück. Angesichts ausbleibender Antworten beschlossen sie, sich an die Nationalpolizei zu wenden und Anzeige zu erstatten.
Der Fall führte auch zu einer Reaktion des Reisebüros Smart Travel, das am 12. August über seine sozialen Netzwerke öffentlich bekannt gab, dass die beschuldigte Frau von dem Unternehmen entlassen worden war. Die Betroffenen betonen jedoch, dass sie die für die Reise gezahlten rund 60.000 US-Dollar bis heute nicht zurückerhalten haben.
Nach der Anzeige nahmen Beamte der Nationalpolizei die Frau in Asunción fest. Sie wurde in das Revier der 18. Polizeidienststelle von Santa Rosa del Aguaray gebracht und befindet sich dort im Gewahrsam der Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen wurden der Staatsanwaltschaft übertragen, die nun die Umstände klären muss, unter denen die Gelder entgegengenommen und verwendet wurden, sowie die entsprechenden Verantwortlichkeiten bezüglich der millionenschweren Betrugsanzeige festzustellen hat.
Die betroffene Familie hat nicht nur die monatelang geplante Reise verloren, sondern fordert weiterhin die Rückerstattung ihres Geldes, während sie darauf wartet, dass die Ermittlungen den Fall aufklären und Wege aufzeigen, wie die investierten Mittel zurückerlangt werden können.
Wochenblatt / Abc Color










