Caazapá: Ein erneuter Großeinsatz gegen die Marihuana-Produktion hat im Naturschutzgebiet der Cordillera de Tava’i im Departamento Caazapá zur Entdeckung und Vernichtung von 25 Hektar illegaler Anbauflächen geführt. Die Zugriffe erstreckten sich über zwei Tage und führten zudem zur Unbrauchbarmachung mehrerer Feldlager, Logistikstützpunkte und eines Verarbeitungszentrums für Rauschgift.
Am zweiten Einsatztag vernichteten die Einsatzkräfte neun Hektar Plantagen sowie 575 Kilogramm verarbeitetes Marihuana. Zudem wurden zwei Feldlager und eine Anlage zum Pressen der Droge demontiert. Nach offiziellen Schätzungen bedeuteten diese Maßnahmen den Entzug von mehr als 27 Tonnen Marihuana aus dem Umlauf und einen errechneten finanziellen Schaden von 4.136.250 US-Dollar.
Die Operation wurde mit einer weiteren Intervention in der Region fortgesetzt, bei der zusätzliche 16 Hektar Anbaufläche vernichtet wurden. Die Beamten spürten zudem 300 Kilogramm gehäckseltes Marihuana sowie drei Logistikstützpunkte auf und zerstörten diese, die von den Drogenstrukturen für die Produktion und Lagerung genutzt worden waren.
Dieser zweite Zugriff wurde auf umgerechnet rund 48 Tonnen neutralisiertes Marihuana und einen wirtschaftlichen Schaden von knapp 4 Millionen US-Dollar beziffert. Insgesamt summierten sich die Verluste für die beteiligten Organisationen an beiden Einsatztagen somit auf über 8 Millionen US-Dollar.
Die Einsätze wurden von Einheiten der Task Force Süd (CODI/FTC-SUR), dem Marine-Infanteriebataillon und Agenten des Antidrogen-Sekretariats (Senad) unter Begleitung der Staatsanwaltschaft durchgeführt. Staatsanwalt César Martínez Chamorro nahm persönlich an den Razzien innerhalb des Schutzgebiets teil. Die Zugriffe sollen gemäß dem Einsatzplan für die Region weitergeführt werden.
Wochenblatt / adn digital















