Asunción: Am Vorabend der Kommunalwahlen am Sonntag kursierte das Gerücht, dass der HC-Abgeordnete Yamil Esgaib das Land verlassen würde, sollte Soledad Núñez, die Kandidatin der Alianza, zur Bürgermeisterin von Asunción gewählt werden. Der HC-Abgeordnete bezog dazu Stellung.
In den sozialen Netzwerken verbreitete sich rasch eine Grafik mit Äußerungen, die dem cartistischen Abgeordneten Yamil Esgaib (HC) zugeschrieben wurden. Darin versprach er angeblich, das Land zu verlassen, falls Soledad Núñez in Asunción gewinnen sollte. Die Grafik ging offenbar mehr aus dem starken Wunsch hervor, dass sie der Wahrheit entspräche, als aus ihrer tatsächlichen Echtheit.
„Wenn Soledad Núñez gewinnt, verlasse ich das Land. Es ist eine Gefahr, wenn sie das Amt antritt. Ich bitte die Bürger von Asunción, für Camilo und für meinen Sohn Nasser zu stimmen, um Asunción zu einer besseren Stadt zu machen“, hieß es auf der in den sozialen Netzwerken viral gegangenen Grafik mit Esgaibs Bild.
Diese gelangte schließlich auch in die Hände des Protagonisten selbst. Bereits am Samstag, am Vorabend der Wahl, bei der es letztlich zur Niederlage des coloraden Kandidaten kam, stellte Esgaib klar, dass eine solche MÖglichkeit nicht bestehe.
„ACHTUNG! Es zirkuliert eine Veröffentlichung mit falschen und bösartigen Informationen. Vertrauen Sie keinen Inhalten, ohne deren Herkunft zu überprüfen“, schrieb Esgaib.
Yamil Esgaib dementierte die ihm in den sozialen Netzwerken zugeschriebenen Aussagen.
Diese Klarstellung erreichte jedoch viele Nutzer der sozialen Netzwerke nicht. Voll Hoffnung entschieden sie sich zu glauben, dass die Äußerungen echt seien, und forderten die Einhaltung des vermeintlich gegebenen Wortes.
Unter ihnen teilte der ehemalige Senator Jorge Querey das von Esgaib bereits dementierte Bild und kommentierte: „Man hält sein Wort, egal ob man eine würdige Person ist oder in der Mafia.“
Viele führen die Abneigung gegen Esgaib darauf zurück, dass er einer der aggressivsten Cartisten im Abgeordnetenhaus ist. Am Sonntagnachmittag verließ er jedoch sogar wütend den Hauptsitz der Partido Colorado, weil man ihn aufforderte, den Grund seines Besuchs zu erklären.
Fast schon seinem Spitznamen „Gargamel“ – dem Bösewicht aus den Schlumpf-Cartoons – alle Ehre machend, zog sich Esgaib schreiend aus dem Hauptquartier der ANR zurück, weil man ihm den Zutritt zu seiner eigenen Partei verwehrte.
Wochenblatt / Abc Color













