Horror im Altenheim: Sohn reist aus der Schweiz an und findet gefesselte Mutter vor

Luque: Miguel Dominguez kehrte nach 22 Jahren Wohnsitz in Europa nach Paraguay zurück und fand seine Mutter im Altenheim San Jose mutmaßlich in schwerem Zustand der Verwahrlosung vor.

Dominguez, ein seit 22 Jahren in der Schweiz lebender Paraguayer, kehrte überraschend in das Land zurück, um seine an Alzheimer erkrankte Mutter zu besuchen, die in einem Altenheim in Luque untergebracht war.

Die Frau war vorübergehend in das Altenheim San Jose aufgenommen worden, eine Residenz, die von einer aus Spanien stammenden religiösen Kongregation verwaltet wird. Wie der Sohn berichtete, zahlte er für den Dienst eine monatliche Gebühr von 6.500.000 Guaranies, wobei sich die Ausgaben unter Berücksichtigung von Medikamenten, Windeln und medizinischer Versorgung auf fast 9 Millionen Gs. beliefen.

Als er jedoch unangekündigt in der Einrichtung erschien, bot sich ihm eine herzzerreißende Szene.

„Ich kam ohne Voranmeldung an und sah meine Mutter in einem Rollstuhl, geschlagen und festgebunden. In der Woche, in der ich ankam, versuchte ich mit ihr zu sprechen, und fünf Tage lang beantwortete man mir am Telefon keine Anrufe, um zu verbergen, was passiert war. Die anderen Senioren sagten mir mit Tränen in den Augen: ‚Endlich kommt jemand, um sie zu retten; wenn Sie wüssten, welche schlechten Dinge man mit uns macht, wir haben Hunger‘“, prangerte Dominguez an.

Nachdem er seine Mutter unverzüglich aus der Einrichtung geholt hatte, brachte Dominguez sie als Notfall in das Krankenhaus von Luque. Die Patientin wies eine Schnittwunde an der Stirn, ein Gesichtstrauma mit einer wahrscheinlichen Knochenfissur, ein vom Altenheim weder diagnostiziertes noch registriertes Parkinson-Syndrom sowie ein schweres Atemsyndrom nahe einer Lungenentzündung auf, das keinerlei Behandlung erhielt.

„Die Oberin des Ortes namens Josefa lügte mir zuerst ins Gesicht und behauptete, sie habe mich angerufen und wisse nicht, was passiert sei. Als ich ihr mein Anrufverzeichnis zeigte, gab sie schließlich unter Schluchzen zu, dass meine Mutter beim Baden gestürzt war, und sagte zu mir: ‚Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm sein würde‘. Als ich am nächsten Tag ihre Kleidung abholen wollte, bot sie mir sogar Geld für die Unkosten an, um den Vorfall zu stoppen“, enthüllte er.

Angesichts der Schwere der Verletzungen wandte sich Dominguez an die Nationalpolizei und formalisierte die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft von Luque. Zudem übermittelte er ein formelles Schreiben an den Hauptsitz des Ordens in Spanien, um eine dringende Intervention zu fordern.

Derzeit befindet sich die ältere Dame außer Gefahr und ist wieder in ihrem privaten Wohnsitz unter der Pflege von zwei professionellen Pflegerinnen und unter ständiger Überwachung untergebracht.

„Meine Mutter ist aus dieser Hölle gerettet; sie geht wieder, isst alleine, spricht und lächelt. Aber unser Kampf gilt nun den fast 80 Senioren, die weiterhin darin bleiben und unter derselben Vernachlässigung und Indolenz leiden“, erklärte Dominguez abschließend.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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