In finanziellen Schwierigkeiten

Villa Hayes: Im vergangenen April zeigte ein Schuldirektor im Chaco den Raub einer hohen Summe an, die er sich selbst gönnte. Dank der Ermittlungen sitzt er nun hinter Gittern. Sein Monatsgehalt bezieht er jedoch weiter.

Der Lehrer und stellvertretende Direktor der Schule Pa’i Puku, Raúl Arnaldo Riquelme Cañete (50), wurde in Villa Hayes verhaftet, weil er den Raub von 72 Millionen Guaranies simulierte. Diese Summe transportierte er von Asuncion aus um die Löhne seiner Kollegen zu zahlen. Riquelme gab an auf km 156 der Ruta Transchaco überfallen worden zu sein, 20 km vor der subventionierten Schule.

Die Ermittler, die die Anzeige bearbeiteten, begannen die Bewegungen des Lehrers zu verifizieren. Dabei verfolgten sie ihn wieder nach Villa Hayes, wo er diverse Geldgeschäfte abwickelte. Als die Polizei die Bestätigung dafür erhielt, nahm sie ihn fest. In seinem Besitz befand sich immer noch ein Teil des gestohlenen Geldes.

Nach seinem Umzug ins Tacumbú Gefängnis samt Anklage wegen Raub und Simulation eines Raubes müsste man eigentlich davon ausgehen, dass der Inhaftierte keinen Lohn mehr gezahlt bekommt. Von Seiten des Bildungsministeriums, so erklärte die Direktorin der juristischen Abteilung, Edith Caballero, kann jedoch nur der Lohn ausgesetzt werden, wenn ein internes Verfahren abgeschlossen ist. Dieses wurde jedoch noch nicht einmal begonnen, da ihnen noch keine Kopie der Anklage vorliegt. Auch wenn diese schon beantragt wurde, kann es noch dauern, bis es zur Sperrung des Lohnes kommt.

Wochenblatt / Abc Color

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

6 Kommentare zu “In finanziellen Schwierigkeiten

  1. Prima, bestes Beispiel, solche Lehrer bringen dann den Kindern was genau bei, stehlen und betrügen?

    1. Christian, Du sagst es. Es fehlt einfach an den Vorbildern im Land. Soll nicht heißen, daß es keine gäbe, doch die gehen einfach hier unter. Das ganze ist ein tief gründiges Problem in der Gesellschaft. Nur, wie ist das jemals zu ändern, wenn niemand den Änderungsbedarf erkennt und will?

      1. Geschieht auch in Deutschland, dennoch kann man nicht behaupten, dass Lehrer die Kinder deswegen stehlen und betrügen lehren. http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Lehrer-beim-Diebstahl-in-Auschwitz-erwischt

      2. Geschieht auch in Deutschland. http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Lehrer-beim-Diebstahl-in-Auschwitz-erwischt

  2. Gibt es kein Bankautomat in Villa Hayes? Kriegen die Lehrer ihr Geld etwa in Lohntueten?

    Und dieses gewissenlose Ar*******ch von „stellvertretender Rektor“ gehoert die „Lehrergenehmigung“ auf immer und ewig entzogen. 15 Jahre Gefaengnis!

    Und das der weiter bezahlt wird, haengt nur damit zusammen, weil es den Begriff „Eilverfahren“ hier nicht gibt- und auch niemals geben wird.