Kinderbesuchsrecht und falsche Interpretationen davon

Asunción: Obwohl der Vater seinen 8-jährigen Sohn regelmäßig sah, brachte er ihn am 9. März nicht mehr zur Mutter zurück. Am 12. März zeigte er gewalttätiges Verhalten der Mutter an, bringt sein Sohn jedoch nicht zur Untersuchung.

Maziela Gaona zeigte Miguel Ángel Ríos Samaniego (Beitragsbild) wegen fehlender Zahlung der Alimente für Jesus Miguel Ríos an, ein Betrag der in 2017 schon auf 40 Millionen Guaranies anwuchs. Während der Untersuchung des Falles brachte der Vater Dokumente ein, die seine Zahlungen untermauerten. Kurz darauf wurde jedoch festgestellt, dass diese gefälscht waren, womit er sich der Fälschung strafbar machte.

Nachdem er seinen Sohn entführte und die Mutter wegen gewalttätigen Verhaltens anzeigte, folgte die Aufforderung das Kind einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen, um die Anschuldigungen zu beweisen. Es ist anzunehmen, dass diese nur aus der Luft gegriffen waren, denn er kam der Aufforderung der Staatsanwaltschaft nicht nach. Ein Haftbefehl wurde gegen den Vater erlassen.

Lisa Ríos, die Schwester des Vaters des 8 Jährigen, sagte in einem Fernsehinterview, dass die Mutter ganz genau wüsste, wo ihr Sohn ist, nämlich bei seinem Vater. Angeblich hätte der Sohn seinem Vater den Wunsch geäußert nicht zur Mutter zurückkehren zu wollen, eine Entscheidung die der Vater nur nachkommt und sich damit im Recht sieht. Sie erklärte zudem, dass die Mutter dem Kind gegenüber gewalttätig geworden wäre. Sichtbare Beweise dafür können jedoch nicht vorgelegt werden, da der Vater es vorzog einen ärztlichen Termin nicht wahrzunehmen.

Wochenblatt / Telefuturo

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3 Kommentare zu “Kinderbesuchsrecht und falsche Interpretationen davon

  1. Das wäre der Oberhit, wenn das Kind selber beim Vater bleiben wollte, aber das Gesetz regelt es genau in die Gegenrichtung. Hauptsache man kann sich mal als Kläger wichtig machen und Anwälte gibt es ja eh zu viele und ja die Reporter sind auch schon da, Hurra!!!
    Es würde auch meiner persönlichen Erfahrung entsprechen, nämlich, dass diese Gesetze, nein, ich nenne es gleich Theater, mehr Schaden als Nutzen anrichten.

  2. Katzbachine

    Und die Leidtragenden sind wie immer die Kinder. Dieser Mann gehört mal eingesperrt inklusive Anti-Lügen-Therapie. Warum sollte ein Mutter Gewalttätig gegen ihr eigenes Kind werden?
    Aber der Artikel widerspiegelt die Mentalität vieler dieser werten Herren hier in Paraguay.

  3. In der Mehrzahl der Fälle bekommt das Sorgerecht die Mutter ob sie geeignet ist oder nicht bei der Scheidung. Der Mann ist doch nur der Zahlmeister! Zahlsklave!
    Hier geht es doch nicht um Kind.Hier geht es doch darum die Ex ab zu strafen und den Geldhahn sofern sie was bekommt ab zu drehen.