Asunción: Anscheinend ist die Berichterstattung über die internen Kontrollmechanismen der Zentralbank in Bezug auf die Ueno Bank jemandem ein Dorn im Auge, weil zu viele Machenschaften und Überschreitungen von Richtlinien an die Öffentlichkeit gelangen.
Da selbst die unparteiische Vereinigung paraguayischer Banken (Asoban) Transparenz und Aufklärung fordert, muss man dieses Thema sehr wohl ernst nehmen. Im falsch verstandenen Sinne tut das auch ein bisher noch nicht im Rampenlicht stehender Abgeordneter: Anstatt sich Sorgen um fast eine Milliarde US-Dollar an öffentlichen Geldern und deren Umgang bei einer privaten Bank zu machen, bringt Alejandro Aguilera lieber einen Gesetzesentwurf zu „finanziellem Terrorismus“ ein, der den Medien künftig einen Maulkorb verpassen soll. Wer dennoch darüber berichtet, dem drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Da der besagte Abgeordnete aus dem Schoß der Fraktion stammt, die von HC zu Peña wurde, ist klar, welcher Linie er damit folgt. Bisher hat dieser Volksvertreter jedoch nicht gezeigt, dass er gewillt ist, etwas Positives zu verändern – nennenswerte eigene Gesetzesentwürfe gab es von ihm bislang nicht.
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