Außenminister sagt, Peña werde durch Teilnahme am „Board of Peace“ zu globaler Referenz

Asunción: Außenminister Rubén Ramírez Lezcano erklärte, dass die Teilnahme von Präsident Santiago Peña am von Donald Trump ins Leben gerufenen „Junta de Paz“ (Friedensrat) von großer Bedeutung sei, da sie ihn zu einer globalen Referenz mache und Paraguay eine Hauptrolle in der Gemeinschaft der Nationen verschaffe. Laut Ramírez Lezcano erreiche Paraguay damit eine Bühne, die es zuvor nie erreicht habe.

Österreich beispielsweise wird dem von US-Präsident Donald Trump gegründeten „Friedensrat“ nicht beitreten. Das teilt die außenpolitische Sprecherin von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) mit.

Österreich verweist auf seine Rolle als UNO-Sitz: Österreich sei zwar zu einem Beitrag zum nachhaltigen Frieden im Nahen Osten bereit. „Als klarer Verfechter eines kooperativen, multilateralen Systems und als einer der vier Sitzstaaten der Vereinten Nationen wollen wir jedoch keine Parallelstrukturen aufbauen“, heißt es. Außerdem habe man Bedenken im Hinblick auf die Charta des Board of Peace, da Donald Trump der Präsident des Rates ist und nicht der amtierende US-Präsident, also eher eine private Organisation.

Präsident Peña ist schon am Mittwoch nach Washington aufgebrochen, um als Gründungsmitglied an der ersten Sitzung dieser privaten Organisation teilzunehmen. Das Treffen fand diesen Donnerstag mit etwa 18 Staatschefs statt. Die Gründung des Gremiums stieß lokal und international auf Kritik, da es als Versuch gewertet wird, die Vereinten Nationen zu ersetzen. Zudem gibt es Berichte, dass finanzielle Beiträge der Mitgliedsländer zum Wiederaufbau des Gazastreifens nicht der Bevölkerung zugutekommen, sondern Projekten wie Casinos oder der Ölindustrie dienen könnten.

Der Außenminister betonte jedoch, dass Paraguay keine finanziellen Beiträge leisten werde. Die Teilnahme sei vielmehr eine Chance für aktiven Friedensdialog und den Aufbau von Demokratie. Peña positioniere sich als Verfechter von Freiheit, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit. Paraguay wolle seine Erfahrungen in Makroökonomie und Wahlsystemen einbringen, um zur Entwicklung und zum demokratischen Aufbau in Palästina beizutragen.

Besondere Erfahrungen bei Wahlsystemen sieht man bei jeder Wahl, wenn es heißt: „Wer gut schmiert, der gut fährt“.

Suche nach Technologie-Investitionen

Neben dem Gipfel umfasst Peñas Agenda Treffen mit hochrangigen US-Vertretern wie Marco Rubio (Außenminister) und Christopher Landau. Zudem sind Gespräche mit dem Privatsektor geplant, um Investitionen im Bereich Technologie, insbesondere Künstliche Intelligenz, zu fördern. Abschließend ist ein Treffen mit dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair vorgesehen.

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eröffnete während einer offiziellen Sitzung in Washington die „Friedenskonferenz“, bei der er jeden der vierzig anwesenden Präsidenten und Regierungschefs der verbündeten Staaten namentlich erwähnte.

Als er Paraguay danken wollte, wandte sich Trump an den Präsidenten der Republik, Santiago Peña, und sagte zu ihm: „Es ist immer schön, jung und gutaussehend zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass wir Sie mögen müssen. Ich mag keine jungen, gutaussehenden Männer. Frauen mag ich, Männer interessieren mich nicht. Sie leisten großartige Arbeit.”

Wochenblatt / Última Hora / ZIB 2

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