Asunción: Die Cartes-Presse, die seit Ende der internen Wahlen Efraín Alegre und Soledad Núñez tagtäglich auf ihren Titelseiten mit Schmutz bewerfen und lügen, ist nun beleidigt, weil sie am Wahltag keinen Zugang zu den Räumlichkeiten der Concertación bekommen.
Liza Paredes, Direktorin für Kommunikation der Concertación, erklärte, dass die Kommunikationspolitik der Opposition darin besteht, Medien, die diesen Sektor kritisieren, keine Akkreditierung für die journalistische Berichterstattung zu geben. Die Frau wies mit Nachdruck darauf hin, dass sie „logischerweise“ keine Journalisten der Grupo Nación Media in den Büros der Opposition arbeiten lassen werde.
Bei einem ersten telefonischen Kontakt mit Paredes, um eine Akkreditierung für Journalisten der Nación Media zu beantragen, sagte sie, dass man den Journalisten der Medien, die die Gruppe bilden, den Zugang zum Kommandoposten verweigern werde.
„Wir werden den Medien von Cartes keine Akkreditierung geben… Danke, tschüss“, sagte Liza Paredes und beendete abrupt das Gespräch. Nachdem ein weiterer Anruf getätigt wurde, um nach dem Grund zu fragen, antwortete sie, dass sie dafür zuständig sei, Akkreditierungen zu erteilen oder zu verbieten, und dass dies in ihrem Entscheidungsbereich liegt.
„Mit mir, mein Herz (Akkreditierungen) … ihr seid Media Nacion, das ist der Punkt. Ihr bombardiert uns, und es ist seltsam, dass wir euch eine Akkreditierung geben sollen … ihr bombardiert uns die ganze Zeit, wie könnten wir euch also eine Akkreditierung geben?“, sagte die Frau, während sie darauf bestand, dass diejenigen, die die Opposition kritisieren, nicht das Recht haben können, im „Bunker“ zu berichten.
Die Äußerungen von Paredes reihen sich ein in die jüngsten Äußerungen des Ehemanns von Soledad Núñez, Bruno Defelippe, der in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC sagte, das Ideal sei es, „La Nacion zu schließen“, als er auf die Kritik der Medien dieser Gruppe an der Opposition angesprochen wurde.
Fehlende Toleranz könnte man, wenn man denn will auch La Nación vorwerfen, die seit der Übernahme von Cartes, keinen einzigen Oppositor interviewt hat. Diese kommen in dessen Presse nicht vor, um die Leser nicht auf falsche Gedanken zu bringen.
Wochenblatt / Hoy / La Nación










