Dattel: Das stärkende Wüstenbrot nun auch im Chaco präsent

Picada 500: Die Dattel, die Frucht einer Palmenart, die fast ausschließlich im Nahen Osten wächst, ist auf dem Weg, ein florierendes lokales Geschäft zu werden.

Die Pflanze, die in diesen Breitengraden nur in trockenem Gelände wächst, hat sich im paraguayischen Chaco so stark durchgesetzt, sodass sie bald auf Märkte in der Region exportiert werden soll.

Matías Figueredo, einer der Pioniere, die sich ursprünglich an den Anbau des Obstes wagten, erklärte, dass die Erwartungen an die Entwicklung der Pflanze im wilden Chaco von der Realität übertroffen worden seien.

„Die Setzlinge wurden aus Israel mitgebracht und zunächst ging man davon aus, dass sie nach fünf Jahren Früchte tragen würden. Nach vier Jahren konnte man aber schon die ersten Datteln ernten“, erklärte der Landwirt im Gespräch mit dem Radiosender Nacional del Paraguay.

Er wies darauf hin, dass zu Beginn des Projekts die Bepflanzung von 24 Hektar im Picada 500-Gebiet in Aussicht gestanden habe, aber angesichts der positiven Entwicklung, die stattgefunden hat, strebt man nun die Bepflanzung von 70 Hektar an.

Figueredo betonte, dass der Markt für Früchte mit Exoten- und Gourmet-Status ein zunehmendes Wachstum erfahre. Brasilien importiert derzeit große Mengen aus dem Nahen Osten und der gleiche Trend ist in Argentinien und Chile zu beobachten. Die Qualität der nationalen Produktion stehe der orientalischen in nichts nach, betonte er, weshalb mit einer raschen Öffnung regionaler Märkte zu rechnen sei.

Die Dattel erscheint in der Bibel als eines der Lebensmittel, auf die diejenigen, die vor und während der Reise Jesu Christi durch das Land Israel lebten, gewöhnlich zurückgriffen. Und laut Historikern handelte es sich damals um eine Frucht, die von Menschen aller sozialen Schichten massiv konsumiert wurde.

Kürzlich fanden jüdische Wissenschaftler bei Ausgrabungen Dattelsamen von vor 2.000 Jahren, aus denen es ihnen gelang, Pflanzen zu züchten, die eine der für ausgestorben erklärten Sorten hervorbrachten.

Wochenblatt / Hoy

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