Encarnación: Es sind Bilder, die nach Krise klingen, sich aber jedes Jahr aufs Neue wiederholen: Eltern, die mit Klappstühlen, Thermoskannen und dicken Decken bewaffnet die Gehwege vor Schulen belagern. Was auf den ersten Blick wie das Anstehen für ein Rockkonzert wirkt, ist in Wahrheit ein verzweifelter Kampf um die Zukunft der nächsten Generation.
Seit mehreren Tagen harrt eine Gruppe von Eltern in einer Mahnwache vor dem Colegio San Roque González de Santa Cruz in der Stadt Encarnación aus. Ihr festes Ziel: einen Platz für ihre Kinder im ersten Jahr der Oberstufe zu ergattern.
Obwohl die offiziellen Einschreibungen erst diesen Freitag, den 6. Februar, beginnen, bilden sich bereits seit Montagmorgen lange Schlangen. Die Eltern haben sich entschlossen, früher zu erscheinen, da die Nachfrage an dieser Bildungseinrichtung historisch gesehen extrem hoch ist.
Berichten zufolge ist einer der begehrtesten Zweige das erste Jahr der Sozialwissenschaften (Vormittagsschicht). Hier gibt es ein begrenztes Kontingent von lediglich 45 Plätzen, was unter den Eltern, die den Zugang ihrer Kinder garantieren wollen, für große Sorge und Ungewissheit sorgt.
Einige sind sogar “ausgerüstet“ mit Stühlen, Decken und Vorräten erschienen und bereit, mehrere Tage vor Ort zu verbringen – ein Zeichen für die Opferbereitschaft und das Engagement für die Ausbildung ihrer Kinder.
Die Szene spiegelt nicht nur den guten Ruf und das Prestige der Schule wider, sondern auch den wachsenden Bedarf an mehr Bildungsplätzen in der Stadt, da die Nachfrage das verfügbare Angebot Jahr für Jahr weit übersteigt.
Wochenblatt / Mas Encarnación















