Asunción: In den letzten zwei Jahren haben mehr als 2.700 Deutsche eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, was die Zahl der im Zensus 2022 registrierten Personen fast verdoppelt. Offizielle Zahlen bestätigen zudem, dass Deutschland die Einwanderungsströme außerhalb des Mercosur anführt und damit einen wachsenden Trend festigt.
Offizielle Zahlen der Nationalen Migrationsbehörde (DNM) bestätigen, dass Deutschland in den Jahren 2024 und 2025 das wichtigste außereuropäische Herkunftsland war. Es führte in beiden Jahren bei der Erteilung von Aufenthaltstiteln außerhalb des Mercosur und konzentrierte das größte Volumen unter den europäischen Ländern auf sich. Diese Daten wiederholen sich nicht nur in zwei aufeinanderfolgenden Jahren, sondern finden auch in einem Kontext des allgemeinen Wachstums des paraguayischen Migrationssystems statt, was ihr relatives Gewicht an der Gesamtzahl verstärkt.
Im Jahr 2024 erteilte Paraguay insgesamt 28.464 befristete und dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen. Davon entfielen 1.071 auf deutsche Staatsbürger, womit Deutschland das Land außerhalb des Mercosur mit den meisten Niederlassungen in Paraguay in diesem Jahr war.
In demografischer Hinsicht mag die Zahl im Vergleich zur Gesamtzahl moderat erscheinen. Im relativen Vergleich war sie jedoch entscheidend: Kein anderes Land außerhalb des regionalen Blocks erreichte dieses Niveau an Niederlassungen.
Der Sprung wurde im Jahr 2025 noch deutlicher. Das Jahr schloss mit 40.600 erteilten Aufenthaltstiteln ab, ein historischer Wert für die Institution. Davon wurden 1.652 an deutsche Staatsbürger vergeben. Der Zuwachs war konkret: Mehr als 580 zusätzliche Neuzugänge in einem einzigen Jahr festigten Deutschland als den wichtigsten außereuropäischen Migrationsstrom in das Land.
Demografische Basis und historische Kontinuität
Die nationale Volks- und Wohnungszählung 2022 des Nationalen Instituts für Statistik (INE) erfasste 3.201 deutsche Einwohner in Paraguay. Zählt man die kumulierten Daten von 2024 und 2025 zusammen, erhielten 2.723 deutsche Staatsbürger eine Aufenthaltserlaubnis – eine Zahl, die etwa 85 % der im Jahr 2022 gezählten deutschen Einwohner entspricht. In nur zwei Jahren hat der jüngste Zustrom fast die Größe der gesamten vor vier Jahren registrierten Gemeinschaft erreicht.
Die deutsche Migration in das Land reicht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, mit landwirtschaftlichen Kolonien, produktiven Unternehmungen und organisierten Kernen, die in verschiedenen Departements Spuren hinterlassen haben. Das Besondere am aktuellen Zeitraum ist nicht die deutsche Präsenz an sich, sondern die Geschwindigkeit des Zustroms.
Die offiziellen Berichte der DNM detaillieren keine individuellen Beweggründe der Antragsteller, spiegeln jedoch einen institutionellen Kontext mit einer allgemeinen Zunahme von Anträgen und einer operativen Modernisierung wider.
In den Jahren 2024 und 2025 meldete die DNM signifikante Steigerungen bei Anträgen und Erteilungen von Aufenthaltstiteln sowie bei der Ausstellung von Migrationsdokumenten. Das Jahr 2025 endete laut institutioneller Mitteilung mit historischen Zahlen sowohl bei den Niederlassungen als auch beim Servicevolumen.
Die Behörde hob auch den Ausbau von Dienstleistungen, die Digitalisierung von Prozessen und den territorialen Einsatz durch mobile Programme hervor – Elemente, die Teil des administrativen Umfelds sind, unter dem das Wachstum des deutschen Zustroms verzeichnet wurde.
Jenseits von Interpretationen ist die überprüfbare Tatsache konkret: Deutschland führte die Erteilung von Aufenthaltstiteln außerhalb des Mercosur in den Jahren 2024 und 2025 im Rahmen einer allgemeinen Expansion des paraguayischen Migrationssystems an.
Wochenblatt / Forbes














