Asunción: Die Regulierungsbehörde für Sanitärdienstleistungen (Erssan) hat ihren Rechenschaftsbericht für das Jahr 2025 vorgelegt und aufgezeigt, dass im Bereich der Abwasserentsorgung noch erhebliche Defizite bestehen.
Juan Pablo Leiva, Rechtsberater des Verwaltungsausschusses, erklärte: „Schätzungsweise 71,3 % der Bevölkerung, also fast vier Millionen Einwohner, erhalten desinfiziertes Wasser.“ Er stellte klar, dass nicht desinfiziertes Wasser nicht automatisch kontaminiert sein muss, das Gesetz jedoch die Desinfektion als präventiven Mechanismus vorschreibt.
Die Abdeckung durch eine sanitäre Kanalisation in Paraguay ist weiterhin gering. „Beim Thema Abwasserentsorgung liegen wir noch etwas niedrig. Im Vergleich zu anderen Ländern haben wir eine sehr geringe Abdeckung“, räumte Leiva ein.
Er erinnerte daran, dass Trinkwasseranbieter grundsätzlich auch einen Abwasserdienst anbieten müssten. „Die Instandhaltung der Kanalisation ist jedoch weitaus kostspieliger als die der Trinkwasserversorgung. Das wollen die Leute oft nicht verstehen“, betonte er.
Dem Bericht zufolge erreicht die landesweite Abdeckung mit Kanalisation gerade einmal 16,4 %, was etwa eine Million Menschen betrifft. „Der Rest nutzt Sickergruben. Die staatliche Sanitärgesellschaft Essap ist der Anbieter, der am meisten in die Kanalisation, Instandhaltung und Aufbereitung investiert“, erklärte Leiva.
Er erwähnte zudem, dass auch einige private Anbieter diesen Dienst anbieten, allerdings mit geringerer Reichweite und höheren Tarifen. „Die Kosten variieren je nach Systemtyp stark, daher haben wir unterschiedliche Preise für die Dienstleistung“, schloss er ab.
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