Asunción: Gestern versammelten sich Mitglieder zahlreicher sozialer und politischer Bewegungen in der Innenstadt von Asunción, um geschlossen gegen die US-Militäroperation in Venezuela zu demonstrieren. Der Einsatz, der zur Gefangennahme von Nicolás Maduro führte, hat in Paraguay eine Welle des Protests unter linksgerichteten Organisationen ausgelöst.
Verteidigung der Souveränität und des Völkerrechts
Die Mobilisierung verlief friedlich. Unter dem zentralen Motto der Ablehnung verurteilten die Teilnehmer die Aktion als “Aggression gegen die Souveränität eines lateinamerikanischen Landes“. Die Demonstranten sehen in dem Zugriff der USA einen klaren Verstoß gegen die Grundsätze des Völkerrechts und warnten auf ihren Transparenten vor den destabilisierenden Folgen für die gesamte Region.
Die Position der Kommunistischen Partei Paraguays
Najeeb Amado, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Paraguays (PCP), trat als einer der Hauptsprecher der Kundgebung auf. Er bezeichnete die Militäraktion als Teil eines von den Vereinigten Staaten geförderten “Rekolonisierungsprojekts“.
„Das Problem betrifft nicht nur venezolanisches Territorium oder das Öl, sondern alle natürlichen Ressourcen sowie das Potenzial zur Ausbeutung unserer Gebiete und unserer Bevölkerung“, erklärte Amado. Er warnte eindringlich vor einer drohenden Übernutzung regionaler Ressourcen und dem Verlust des Selbstbestimmungsrechts der lateinamerikanischen Völker.
Aufruf zum Frieden und neue Proteste
Amado betonte die Notwendigkeit, Solidarität mit dem venezolanischen Volk zu zeigen und eine klare Haltung gegen kriegerische Auseinandersetzungen einzunehmen. Er warnte davor, dass der Krieg “direkt hier, auf unserem Kontinent“ angekommen sei.
Um den Druck aufrechtzuerhalten, kündigte die PCP für morgen um 18:00 Uhr eine weitere Kundgebung an einem zentralen Ort in der Hauptstadt an. Man fordere eine Rückkehr zur Normalität auf venezolanischem Boden und den vollständigen Abzug der US-Truppen aus der Region.
Wochenblatt / ABC Color















