Berlin: Der deutsche Dokumentarfilm „Im Umkreis des Paradieses“ ist eine der großen Neuheiten rund um das Thema Paraguay bei der 76. Berlinale, die vom 12. bis 22. Februar in der deutschen Hauptstadt stattfindet.
Der Film der Regisseurin Yulia Lokshina beleuchtet die jüngste deutsche Auswanderungswelle nach Paraguay und feiert seine Weltpremiere am Samstag, den 14. Februar. Die Produktion wurde komplett im Departement Caazapá gedreht und nimmt am Wettbewerb in der Sektion Panorama teil, wo sie um den Publikumspreis konkurriert.
Zwei Welten, zwölf Kilometer Schlamm
Die Handlung stellt zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten gegenüber:
Auf der einen Seite zwei junge paraguayische Studenten in Caazapá auf der Suche nach Glück und Legenden.
Auf der anderen Seite Europäer, die sich hinter bewachten Zäunen einer Siedlung verschanzen, um “Heilung und Rettung vor dem Weltuntergang“ – und für ihre Ersparnisse – zu finden.
Getrennt werden diese Welten durch zwölf Kilometer rote Erde, die sich bei Regen in ein Schlammbad verwandeln. Der Film ist in Guaraní, Spanisch und Englisch (mit Untertiteln) vertont.
“Narciso“: Ein weiteres Highlight aus Paraguay
Ebenfalls in der Sektion Panorama wird der Spielfilm “Narciso“ des renommierten paraguayischen Regisseurs Marcelo Martinessi (bekannt durch “Die Erbinnen“) uraufgeführt. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Journalisten Narciso Benítez, dessen Ermordung im Jahr 1959 eine dunkle Ära der Verfolgung und Folter von Homosexuellen während der Diktatur einläutete. Dieser Vorfall ist der Ursprung der in Paraguay berüchtigten Stigmatisierung durch die Zahl “108“.
Wochenblatt / Ultima Hora















