Asunción: Nach einer Serie von Raubüberfällen auf Abnehmpräparate mit dem Wirkstoff Tirzepatid haben die Gesundheitsbehörden von Paraguay und Brasilien vereinbart, gemeinsame Kontrollen durchzuführen. Ziel ist es, den illegalen Import dieser Medikamente nach Brasilien zu verhindern, wo der Verkauf von in Paraguay hergestellten Präparaten dieses Typs streng verboten ist.
Die brasilianische Überwachungsbehörde Anvisa und die paraguayische Direktion Dinavisa unterzeichneten ein Abkommen, um den Schmuggel der aus Paraguay stammenden Schlankheitsmittel zu bekämpfen. Als erste Maßnahme wird der Informationsaustausch sowie die sanitäre Überwachung intensiviert.
Die Kontrollen sollen an strategischen Grenzpunkten verschärft werden, an denen vermutet wird, dass Kriminelle die Medikamente einschleusen – insbesondere auf dem Landweg zwischen Foz do Iguaçu und Ciudad del Este sowie zwischen Ponta Porã (Mato Grosso do Sul) und Pedro Juan Caballero.
In den meisten Fällen wird vermutet, dass Kriminelle nach dem Raub großer Mengen dieser Medikamente in Paraguay versuchen, diese versteckt in legalen Warenlieferungen nach Brasilien zu senden. Dabei wird oft die notwendige Kühlkette unterbrochen, die für die Wirksamkeit des Wirkstoffs bei der Behandlung von Fettleibigkeit, Diabetes und anderen Erkrankungen zwingend erforderlich ist.
Tirzepatid wird in Paraguay in rezeptfreien Medikamenten verwendet, deren Preise laut brasilianischen Medienberichten rund 60 % niedriger liegen als die der legal in Brasilien verkauften Produkte. Seit Januar dieses Jahres sind der Verkauf, der Vertrieb, der Import und die Werbung für Tirzepatid-Präparate aus paraguayischem Staatsgebiet in Brasilien untersagt.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv















