Asunción: In einer Welt, in der Armut und soziale Ungleichheit allgegenwärtig sind, gibt es immer wieder Menschen, die sich dazu berufen fühlen, ihren Mitmenschen in Not beizustehen.
Inmitten dieser Herausforderungen ergreift eine lokale Pfarrei eine bemerkenswerte Initiative: Sie bereitet karitative Hamburger zu, um den Bedürftigen eine warme Mahlzeit und ein Zeichen der Hoffnung zu schenken.
Die Pfarrei San Rafael in der Stadt Asunción veranstaltete ein Hamburgerfest, um obdachlosen Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen im Bereich des Busbahnhofs zu helfen.
Gemeindepfarrer Patricio Hacin erklärte, dass diese Aktivität seit zwei Jahren alle zwei Wochen stattfindet, um den Familien in der Gegend Unterstützung zu bieten. Er erwähnte, dass in der Nähe des Busbahnhofs viele indigene Kinder auf der Straße herumlaufen, Süßigkeiten verkaufen oder Windschutzscheiben von Autos putzen, sowie viele junge Drogensüchtige und ältere Menschen, die keinerlei Zugang zu Hilfe haben.
„Diese Initiative entstand vor zwei Jahren, als wir den Film “Sound of Freedom“ sahen, der sich mit Kinderhandel beschäftigt. Später erfuhren wir, dass Paraguay ein riesiges Problem hat: Jedes Jahr sind über 1.000 Kinder vermisst, fast 1.200 Kinder unter 12 Jahren sind spurlos verschwunden und man weiß nicht, wo sie sich aufhalten. Der Busbahnhof ist in dieser Hinsicht einer der Brennpunkte“, sagte der Pfarrer.
Der Priester fügte an, dass diesen Familien neben den Hamburgern auch Medikamente, Hygieneartikel und andere Dinge zur Verfügung gestellt würden.
„Normalerweise machen wir Hamburger, weil sie viel einfacher herzustellen und zu transportieren sind, aber wir stellen auch Erfrischungsgetränke bereit. Manchmal sammeln wir Babywindeln, Kleidung und sogar Medikamente für Bedürftige“, erklärte Hacin weiter.
Er fügte hinzu, dass eine stärkere Unterstützung durch die Behörden erforderlich sei, um die Lebensqualität dieser Kinder und Jugendlichen zu verbessern, die täglich auf der Straße leben. Auch die Gesellschaft müsse ihren Teil dazu beitragen und dürfe nicht gleichgültig bleiben.
„In der Umgebung leben viele drogenabhängige junge Menschen und leider auch kleine Kinder. Wir haben keine wirkliche Absicht, zu sehen, was mit den indigenen Kindern, die nach Asunción kommen, in dieser Zone passiert, weil wir keine Kontrolle darüber haben. Die Gesellschaft muss auch etwas weniger gleichgültig sein“, sagte er.
Hacin wies darauf hin, dass sich jeder, der bei dieser karitativen Aktivität mitarbeiten möchte, an die Gemeinde wenden kann.
„Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann seinen Teil dazu beitragen, indem er Sachspenden leistet und auch beim Zubereiten der Gerichte hilft“, betonte der Pfarrer.
Wer an einer Spende jeglicher Art interessiert ist, kann Überweisungen auf das Konto 80032972-4 der Ueno Bank tätigen.
Wochenblatt / Ultima Hora











