Kündigungswelle im öffentlichen Gesundheitswesen greift um sich

Asunción: Diverse Ärzte der Krankenhäuser „San Pablo“ und „Emergencias Medicas“ in Asunción sowie des Kinderkrankenhauses „Materno Infantil“ in Fernando de la Mora reichten heute ihre Kündigungen ein.

Grund für die weit über 100 Mediziner sind die schlechten Arbeitsbedingungen, die Arbeitszeiten und der gezahlte Lohn. Das Gesundheitsministerium hat zwar fast ausreichend Mediziner welche allerdings im Großteil für nur 1,8 Millionen Guaranies pro Monat schuften müssen.

Während der Dengue Epidemie, erklärt eine Ärztin, habe sie hochschwanger wochenlang Bereitschaft schieben müssen, was schlussendlich zur Frühgeburt ihres Kindes in der 32. Woche führte. Abgesehen davon werden die Bereitschaftsärzte mit Stundenlöhnen ab 12.500 Guaranies abgefertigt, einzigartig im Mercosurbereich.

Nun erwarten die Ärzte eine Antwort der Gesundheitsministerin Martínez, die ohne die große Anzahl der Ärzte keine Chance hat den Betrieb in den Krankenhäusern im Großstadtbereich aufrechtzuerhalten.

Wenn innerhalb der 30 tägigen Kündigungsfrist kein adäquates Angebot von Seiten des Ministeriums kommt verliert der Staat, der auf kostenlose Gesundheitsbetreuung baut, wertvolle Kräfte, die derzeitig kaum Zeit für die Familie haben, die sich schwer von dem wenigen Geld ernähren lässt.

Ein Repräsentant des Kinderkrankenhauses San Pablo versicherte, dass sich die Kündigungen keineswegs gegen die Bevölkerung richten.

(Wochenblatt)

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