Ciudad del Este: Ein junger Arbeiter verlor in den frühen Morgenstunden des gestrigen Sonntags auf tragische Weise sein Leben. Nery Osvaldo Báez Araujo befand sich nach seiner Schicht in einem bekannten Supermarkt im Bereich Area 1 auf dem Heimweg, als er mit seinem Motorrad verunglückte. Doch was nach dem Unfall geschah, sorgt für eine Welle der Empörung.
Raub statt Hilfeleistung
Die Ursache des Sturzes ist noch ungeklärt, doch die Schilderungen der Angehörigen sind erschütternd: Anstatt dem schwerverletzten jungen Mann zu helfen, nutzten Umstehende oder Passanten seine Hilflosigkeit schamlos aus. Sie stahlen dem im Sterben liegenden Mann die Brieftasche samt aller Ausweispapiere.
Verzweifelter Appell der Familie
Rocío Villagra, die Schwägerin des Verstorbenen, machte ihrem Schmerz und ihrer Wut in den sozialen Netzwerken Luft: „Mein Schwager hatte einen Unfall und hat leider sein Leben verloren. Die Leute, die es sahen, machten sich nicht die Mühe zu helfen – sie stahlen stattdessen seine Brieftasche.“
Die Familie benötigt die Dokumente von Araujo dringend, um die notwendigen Formalitäten für die Bestattung erledigen zu können. Zu allem Unglück verlor auch der Vater des Opfers, Osvaldo Nery Báez, am Unfallort unter noch ungeklärten Umständen seine Geldbörse. Die Hinterbliebenen bitten die Bevölkerung inständig um Solidarität und die Rückgabe der Dokumente, um in dieser Zeit der Ohnmacht zumindest die bürokratischen Hürden bewältigen zu können.
Wochenblatt / Mas Encarnación















