Asunción: Ingenieur Hugo Kehler, Präsident des paraguayischen Verbands der Milchproduzenten und Züchter von Milchkühen (Aprole), berichtete, dass hohe Temperaturen einen negativen Einfluss auf die Milchproduktion hätten.
Trotz dieser Situation ist derzeit keine Preisanpassung für Milchprodukte zu erwarten. Kehler betonte aber, dass die extreme Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit im Land erhebliche Auswirkungen auf die Milchproduktion hätten.
Temperaturspitzen wirken sich nicht nur auf die Milchproduktion aus, sondern auch auf die Fortpflanzung der Tiere, die für eine ganzjährige Milchproduktion unerlässlich ist. „Ich denke, die Produktion wird um vielleicht 5 % zurückgegangen sein, nicht viel mehr, aber alles in allem ist es am Ende nicht viel. Das Problem mit den Milchprodukten ist täglich zu lösen, nicht an einem Tag im Monat oder an einem Tag in der Woche. Doch die Herausforderungen für die Milchwirtschaft gehen noch viel weiter. Nicht nur die Produktion ist rückläufig, auch die Reproduktion ist erheblich beeinträchtigt. Die Hitzespitzen haben also große Auswirkungen auf die Fortpflanzung. Zu dieser Jahreszeit ist es sehr schwierig, Kühe zu züchten“, erklärte er weiter.
Angesichts dieses Szenarios sind die Erzeuger gezwungen, enorme Investitionen in Ventilatoren und Sprühsysteme für die Melk- und Futterverbrauchsbereiche zu tätigen, um die Produktion effizienter zu gestalten. Zusätzlich wird in die Fütterung der Tiere investiert.
„Die Fütterung ist geregelt, es wird ein etwas teureres Futter verwendet, das aber bei hohen Temperaturen deutlich schonender ist. Bei so hohen Temperaturen kann die Kuh nicht so viel fressen, aber sie bringt den gleichen Ertrag, bei der sie mehr fressen musste, um das zu erreichen“, sagte er. Doch Dürre und hohe Temperaturen setzten nicht nur den Tieren zu, sondern auch der Landwirtschaft, in der Tierfutter produziert wird. In diesem Zusammenhang erläuterte der Ingenieur, dass der wichtigste Grundstoff für die Viehzucht Mais sei, dessen Preis sich derzeit auf internationalem Niveau hält. „Wenn die Maispreise steigen, gehe ich davon aus, dass es auch zu einem leichten Anstieg (der Milchpreise) kommen wird, da Mais der Haupttreiber der Milchproduktion ist“, sagte er.
Niedrige Exporte
Bei den Produktexporten kam es im Jahr 2024 zu einem Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren, allerdings stieg der Inlandsverbrauch, was die geringeren Exporte ausgleicht. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass der Import von Milchprodukten zurückging, während der Inlandsverbrauch der nationalen Produktion stieg. „Wir importieren noch immer einige Milchprodukte, aber das nimmt ab. Wir importieren weniger und brauchen deshalb mehr Milch im Land, um sie verkaufen zu können. Deshalb wurde nicht so viel exportiert“, berichtete Kehler abschließend.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv














