Asunción: Letzten Monat warnte der Bericht über Unfallopfer des Trauma-Krankenhauses, dass sie in nur einer Woche 1.869 Patienten behandelt hätten. Die alarmierenden Zahlen weisen jedoch darauf hin, dass die Zahl der Verkehrsunfälle nicht zurückgegangen ist und von den 207 in diesem Zeitraum 149 auf Motorradfahrer entfielen.
Obwohl es mehrere Gründe für Verkehrsunfälle geben kann, darunter wetterbedingte, mechanische Schäden, Alkohol und Rücksichtslosigkeit, erscheint in diesem letzten Punkt das Mobiltelefon als Hauptakteur.
Zur Kenntnisnahme gibt das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) bekannt, dass der Fahrer durch einen Blick auf das Mobiltelefon, der 3 Sekunden dauert, etwa 43 Meter blind weiterfahre.
Man fügt hinzu, dass der Fahrzeugverkehr am Wochenende vor allem auf nationalen Strecken zunimmt, weshalb das MOPC und die Nationale Agentur für Verkehr und Straßenverkehrssicherheit (ANTSV) die Fahrer auffordern, wachsam zu bleiben und jede Art von Ablenkung zu vermeiden, während sie als Fahrzeuglenker unterwegs sind.
„Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h, der Zeit, die man braucht, um nur auf den Handy-Bildschirm zu schauen, also etwa 2 bis 3 Sekunden, sind Sie durchschnittlich 43 Meter blind unterwegs“, erklärte Dr. Miguel Cecilio Díaz, ANTSV-Ausbilder.
Díaz warnte, dass das Mobiltelefon die Hauptablenkung sei, die in letzter Zeit am meisten zu Unfällen geführt habe, sei es um Nachrichten abzurufen, den Routenplaner zu konsultieren oder einen normalen Anruf zu tätigen.
Andererseits erinnerte er auch daran, dass die Freisprechnutzung die einzige gesetzlich zulässige Möglichkeit sei und es ideal sei, jede Interaktion mit einem Gerät oder anderen Dingen am Steuer zu vermeiden. Dies können Zigaretten, E-Zigaretten, Tereré oder Mate sein.
Ein bei Paraguayern so tief verwurzelter Brauch wie das Trinken von Tereré kann auch besonders gefährlich sein, wenn man es während der Fahrt durchführt.
„Das Halten der Guampa oder der Thermoskanne, das Vorbereiten oder Trinken des Tereré erfordert Koordination und Aufmerksamkeit, die das Führen von Kraftfahrzeugen beeinträchtigen, was das Unfallrisiko erhöht“, erklärte Díaz abschließend.
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