Asunción: Ein Mann, der wegen des berüchtigten “Massakers von San Lorenzo“ verurteilt wurde – bei dem sechs Familienmitglieder brutal ermordet wurden –, ist erneut festgenommen worden und muss zurück ins Gefängnis.
Es handelt sich um den 52-jährigen Cruhy Arroyo Folle. Im Jahr 2001 hatte er gemeinsam mit seinem damals minderjährigen Bruder Julio César sechs Mitglieder der Familie Almirón gefoltert, ermordet und in einem Massengrab verscharrt. Die Tat erschütterte damals das ganze Land.
Für dieses Verbrechen, das sich am 9. April 2001 ereignete, wurde Arroyo Folle zu 25 Jahren Haft verurteilt. Im Jahr 2020 erhielt er jedoch nach 19 verbüßten Jahren die bedingte Haftentlassung, obwohl noch sechs Jahre seiner Strafe ausstanden. Um auf freiem Fuß zu bleiben, musste er strenge Auflagen erfüllen, darunter das Verbot, neue Straftaten zu begehen, sowie der Nachweis einer stabilen Arbeit.
Gefälschte Dokumente und neue Drohungen
Den Fallberichten zufolge reichte er im Januar dieses Jahres eine Arbeitsbescheinigung eines Bauunternehmens aus Ñemby ein. Nur wenige Tage später erstattete der Eigentümer Anzeige: Folle arbeite dort nicht mehr und habe zudem die Unterschrift des Chefs gefälscht.
Ein zweiter Versuch, eine Anstellung bei einer Firma in Luque vorzutäuschen, scheiterte ebenfalls, als ein Gerichtsbeamter feststellte, dass das angegebene Unternehmen gar nicht existierte.
Die Situation eskalierte schließlich, als seine eigene Anwältin ihn wegen Todesdrohungen anzeigte. Infolge dieser drei neuen Verfahren ordnete die Vollstreckungsrichterin Sandra Kirchhofer die Festnahme und den Widerruf der bedingten Entlassung an.
Folle stellte sich schließlich freiwillig auf der 22. Polizeistation in Guarambaré. Nach einer medizinischen Untersuchung wurde er in die Justizabteilung der Nationalpolizei und anschließend zurück in das Gefängnis Tacumbú überstellt.
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