Asunción: Eine junge Argentinierin, die sich selbst als “Therian“ definiert – ein Begriff für Menschen, die sich mit Tieren identifizieren –, gibt Einblicke in diesen ungewöhnlichen Trend, der gerade einen Aufschwung erlebt.
In einem Gespräch mit dem Radiosender La Tribu 650 AM in Paraguay erklärte “Kate Nix“, dass der “Therian“-Trend bereits seit vielen Jahren existiert. In den letzten Wochen rückte er jedoch verstärkt in den Fokus, da in Argentinien Treffen organisiert wurden, die nun auch in Paraguay stattfinden.
Die junge Argentinierin, die sich als “schwarze Katze“ identifiziert, stellt klar, dass die Verbindung zu ihrem gewählten Tier eher emotionaler oder spiritueller Natur ist. „Wir wissen, dass wir Menschen sind. Es ist wie bei einem Filmcharakter, mit dem man sich identifiziert, ohne zu glauben, dass man diese Person buchstäblich ist … wir wissen, dass es nicht wörtlich zu nehmen ist,“ sagte sie.
Laut Kate Nix führen “Therians“ ein ganz normales Leben, studieren oder arbeiten wie jeder andere auch. In ihrer Freizeit nutzen sie jedoch die Gelegenheit, in auffälligen Kostümen und mit Accessoires spazieren zu gehen. „Wir setzen die Maske auf, legen den Schwanz an und sind frei,“ fügte sie an.
Dabei betonte sie, dass sich nicht zwangsläufig alle als Tiere verkleiden oder so verhalten müssen; dies sei eine rein optionale Entscheidung. Zudem dementierte sie, dass sie typische Verhaltensweisen von Hunden, Katzen oder anderen Tieren im Alltag übernehmen würden.
„Die Dinge, die gerade viral gehen, repräsentieren uns nicht“, sagte sie in Bezug auf umstrittene Videos in den sozialen Netzwerken. Sie versicherte, dass manche Personen Kontroversen nur auslösen, um berühmt zu werden, ohne dabei das eigentliche Kollektiv zu vertreten.
„Es ist kein Wahn und keine Trennung von der Realität, sondern einfach eine Art Hobby oder Zeitvertreib“, so die junge Frau, die an der Universität von Buenos Aires (UBA) Psychologie studiert. Sie fügte hinzu: „Die meisten von uns sind so, seit wir geboren wurden, wir können es nur nicht erklären.“
Abschließend bat sie darum, sich zu informieren, bevor man urteilt, und sich nicht von reißerischen Veröffentlichungen über “Therians“ leiten zu lassen. „Wir tun niemandem weh, wir beeinträchtigen niemanden, wir sind einfach frei,“ betonte sie abschließend.
Wochenblatt / Hoy















