Paraguay tritt auf der Stelle und gehört weiterhin zu den korruptesten Ländern der Welt

Paraguay im globalen Vergleich

Die NGO Transparency International (TI) hat am Dienstag den Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 2025 veröffentlicht. Paraguay stagniert auf dem 150. Platz von 182 Ländern – genau wie im Vorjahr.

  • Spitzengruppe: Dänemark führt die Liste zum achten Mal in Folge an (89 Punkte), gefolgt von Finnland (88), Singapur (84), Neuseeland (81) und Norwegen (81).

  • Paraguays Wertung: Mit nur 24 von 100 Punkten liegt Paraguay gleichauf mit Bangladesch und der Zentralafrikanischen Republik. Dies ist einer der schlechtesten Werte des Landes in den letzten zehn Jahren.

  • Südamerika-Ranking: Uruguay bleibt das „sauberste“ Land der Region (Platz 17), während Venezuela mit nur 10 Punkten als korruptestes Land Südamerikas gilt. Paraguay belegt regional den vorletzten Platz.

Die Lage in Amerika: Stillstand und Rückschritte

Der amerikanische Kontinent zeigt im Jahr 2025 kaum Fortschritte im Kampf gegen die Korruption. Der Durchschnittswert der Region liegt bei 42 Punkten. Besonders besorgniserregend:

  • USA im Abwärtstrend: Die USA fielen auf 64 Punkte (Platz 29), den niedrigsten Wert ihrer Geschichte. Transparency International führt dies unter anderem auf Angriffe gegen unabhängige Stimmen und eine geschwächte Justiz zurück.

  • Lichtblicke: Nur die Dominikanische Republik und Guyana konnten sich leicht um jeweils einen Punkt verbessern.

  • Organisierte Kriminalität: In Ländern wie Mexiko (27), Brasilien (35) und Kolumbien (37) hat die Korruption es dem grenzüberschreitenden organisierten Verbrechen ermöglicht, politische Strukturen zu unterwandern.

Auswirkungen auf den Alltag

Der Bericht betont, dass Korruption im öffentlichen Sektor direkte Folgen für die Bürger hat:

  • In Peru wird wegen Schmiergeldern bei Schulmahlzeiten ermittelt, um Gesundheitskontrollen zu umgehen.

  • In Argentinien gibt es Untersuchungen zu Korruption bei der Verwaltung von Geldern für Medikamente für Menschen mit Behinderungen.

  • In El Salvador und Ecuador wird die Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Raums und der Pressefreiheit kritisiert, was die staatliche Rechenschaftspflicht schwächt.

Hintergrund: „Jahrelange Untätigkeit der Regierungen hat die Demokratie ausgehöhlt und das Wachstum der organisierten Kriminalität ermöglicht“, so die NGO. Dies beeinträchtige Menschenrechte, öffentliche Dienstleistungen und die allgemeine Sicherheit.

Wochenblatt / Última Hora

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