Paraguayer versuchten, eine Bank in Uruguay auszurauben

Montevideo: Sie gruben einen Tunnel, um in die Kanalisation des historischen Zentrums von Montevideo zu gelangen. Bislang gibt es 11 Festnahmen, darunter Brasilianer, Uruguayer und Paraguayer.

Am Dienstag entdeckten die Behörden das Loch, das von einem Wohnhaus aus gegraben worden war. Eine Bande, bestehend aus Uruguayern, Brasilianern und Paraguayern, hatte mitten im historischen Viertel von Uruguay einen unterirdischen Tunnel gegraben – offenbar mit der Absicht, die Kanalisation zu erreichen und von dort aus in die Bank zu gelangen.

Den Angaben zufolge ermittelten die örtlichen Behörden ursprünglich in einem Drogenfall. Doch im Dezember nahm der Fall eine unerwartete Wendung, als ausländische Polizisten vor einem Plan warnten, eine Bank mithilfe eines Tunnels auszurauben. Daraufhin begannen die Ermittlungen, und am Dienstag wurde das Gebäude gestürmt, das der kriminellen Gruppe als Operationsbasis diente.

Bislang wurden 11 Personen festgenommen und angeklagt. In einem lokalen Medium bestätigte Innenminister Carlos Negro, dass der Einsatz einen Millionenraub verhindert habe, der bei Erfolg „der Raub des Jahrhunderts gewesen wäre“.

Die Nachbarn gaben an, Bohrgeräusche gehört zu haben, aber aufgrund der lauten Musik ahnten sie nicht, was die Kriminellen dort wirklich trieben. In der Gegend befinden sich mehrere Bankinstitute; die Behörden gaben jedoch nicht bekannt, welche davon das Ziel war.

Das klingt fast wie das Drehbuch zu Haus des Geldes! Der Plan erinnert stark an den berühmten Bankraub in San Isidro (Argentinien) aus dem Jahr 2006.

Wochenblatt / Extra

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