Asunción: Verwandte einer Frau auf der Intensivstation geben an, dass die Patientin von Fliegenlarven befallen ist. Sie kritisieren die unzureichende medizinische Versorgung, Besuchsbeschränkungen und das Schweigen der Institution.
Eine besorgniserregende Anzeige belastet das Sozialversicherungsinstitut (IPS) am Standort Ingavi. Nach Berichten von Angehörigen einer Patientin auf der Intensivstation (UTI) soll die Frau einen Madenbefall in der Nase aufgewiesen haben – mutmaßlich infolge mangelhafter Krankenhauspflege.
Die Beschwerdeführer gaben an, dass das Krankenhaus Besuche auf nur zwei Zeitfenster von täglich 30 Minuten beschränkt. In der restlichen Zeit liege die Pflege der Patientin allein in der Hand des “Fachpersonals“. Dies erschwere laut den Angehörigen eine engmaschige Überwachung des Gesundheitszustands und sorge für große Unruhe unter den Hinterbliebenen.
Die Tochter der Patientin beklagte öffentlich die aus ihrer Sicht unzureichende und besorgniserregende Behandlung. Sie bezeichnete die Zustände, unter denen sich ihre Mutter befinde, als inakzeptabel. Zudem habe das medizinische Personal bisher weder eine klare Erklärung für die Ursache des Befalls geliefert, noch über die Maßnahmen informiert, die zur Behebung des Problems ergriffen wurden.
Das Ingavi-Krankenhaus, Teil des IPS-Netzwerks, stand in den letzten Jahren bereits mehrfach wegen Verzögerungen, Materialmangel und Überlastung in der Kritik. Laut Nutzerberichten führten diese Missstände bereits häufiger zu Unmut und Protesten in den Einrichtungen.
Bisher liegt keine offizielle Stellungnahme des IPS zu dieser spezifischen Anzeige vor. Auch Details zu internen Untersuchungen oder Äußerungen der Krankenhausleitung zur Aufklärung des Vorfalls fehlen bislang. Angehörige anderer Patienten berichteten ebenfalls von Herausforderungen bei der Versorgung und Mängeln in der Infrastruktur, was auf anhaltende Spannungen zwischen den Versicherten und der Sozialversicherung hindeutet.
Diese Anschuldigungen reihen sich ein in eine Serie von Forderungen nach einer besseren Qualität der Gesundheitsversorgung im IPS – einem Schlüsselsektor des öffentlichen Gesundheitssystems, das tausende Versicherte landesweit versorgt.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















