Präsident Peña erwartet neuen Rekord bei ausländischen Investitionen in Paraguay

Asunción: Santiago Peña geht davon aus, dass Paraguay im Jahr 2026 erneut einen neuen Höchstwert bei den ausländischen Direktinvestitionen erreichen wird. Die Regierung will weitere Kapitalanleger gewinnen – vor allem in Bereichen wie Energie, Infrastruktur, Technologie und Agrarindustrie.

Nach Angaben der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) verzeichnete Paraguay im Jahr 2025 bereits bislang höchste Zuflüsse in Höhe von 1,18 Milliarden US-Dollar. Präsident Santiago Peña äußerte nun die Erwartung, dass dieser Wert im laufenden Jahr noch übertroffen werden kann.

Die Zahlen für 2025 bedeuten einen Anstieg um 7,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 1,097 Milliarden US-Dollar – der damals schon ein Rekord war. Damit lag Paraguay über dem durchschnittlichen Wachstum der gesamten Region.

Vor diesem Hintergrund hob Peña das wachsende Interesse internationaler Investoren hervor. Die Regierung arbeite gezielt daran, weitere Möglichkeiten für neue Projekte zu schaffen. Erst kürzlich stellte er bei einer Reise in die Vereinigten Staaten die Standortvorteile des Landes vor – potenziellen Geldgebern wie Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft.

Im Fokus stehen unter anderem Energieversorgung, Infrastruktur, moderne Technologien sowie künstliche Intelligenz und Projekte zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Argumente sind vor allem der Anteil erneuerbarer Energien, der Ausbau digitaler Infrastruktur und die Förderung qualifizierter Fachkräfte.

Zum Rekordjahr 2025 trugen vermehrt angekündigte Vorhaben bei: Laut CEPAL erreichten allein zugesagte Investitionen 911 Millionen US-Dollar – ein Plus von 65 % gegenüber dem Vorjahr. Vor allem Vorhaben im Bereich Kommunikation und Rechenzentren, Nahrungsmittelherstellung sowie erneuerbare Energien trugen dazu bei.

Auch die Zusammensetzung der Investitionen hat sich verändert: Direkte Kapitaleinlagen stiegen um 24 % und machen 59 % des Gesamtbetrags aus; 30 % entfallen auf die Wiederanlage von Gewinnen, 11 % auf Kredite zwischen verbundenen Unternehmen.

Paraguay profitiert zudem von seiner mittlerweile bestätigten Bonität durch internationale Ratingagenturen sowie von seiner stabilen Gesamtwirtschaft – beides soll helfen, größere Projekte anzuziehen. Die gezielte Werbung um Investitionen ist ein fester Bestandteil von Peñas internationaler Agenda.

Die Herausforderung für 2026 besteht nun darin, das gezeigte Interesse auch in konkrete, umgesetzte Projekte umzuwandeln. Die CEPAL weist darauf hin, dass dies vor dem Hintergrund weltweit unsicherer Rahmenbedingungen und veränderter Investitionsströme geschieht.

Ausgehend von den 1,18 Milliarden US-Dollar des Vorjahres hofft Peña auf eine erneute Bestmarke. Entscheidend wird sein, ob geplante Vorhaben tatsächlich verwirklicht werden – und ob sich aus internationalen Kontakten neue Betriebsstätten, Erweiterungen und real zufließendes Kapital ergeben.

Wochenblatt / El Nacional

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