Präzedenzfall gegen Cyber-Mobbing: Sieg für Journalistin Yulieth Müller

Asunción: Die paraguayische Justiz hat im Rechtsstreit zwischen der Kommunikatorin Yulieth Müller und der Medienfigur Fredy Vera, besser bekannt als “Churero“, ein richtungsweisendes Urteil gefällt.

Müller hatte “Chure“ im November letzten Jahres wegen “Gewalt gegen Frauen“ angezeigt, nachdem dieser sich auf seinen Social-Media-Seiten abfällig über sie geäußert hatte. Nun wurde beschlossen, die während des Prozesses präventiv angeordneten Schutzmaßnahmen dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Das Urteil betont die Notwendigkeit, die emotionale Integrität und Würde der Journalistin zu schützen. Dies gilt als Präzedenzfall im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. Das Gericht unterstrich, dass Gewalt gegen Frauen nicht auf physische Angriffe beschränkt ist, sondern auch Verhaltensweisen umfasst, die psychischen oder emotionalen Schaden anrichten oder die Ehre und den Ruf verletzen – wie Gewalt in sozialen Netzwerken, telefonische Belästigung und ähnliches.

“Herzlichen Glückwunsch, Yulieth! Dieses Gerichtsurteil ist eine wichtige Rechtsprechung. Niemand darf eine Frau unter dem Vorwand, sie sei eine Person des öffentlichen Lebens, gewaltsam angehen und Ungeheuerlichkeiten erfinden. Abgesehen davon, dass sie in der Öffentlichkeit steht, ist eine Frau auch Mutter, Schwester und Tochter – sie alle werden durch Falschinformationen geschädigt“, schrieb Dr. Diego Lansac in seinen sozialen Netzwerken, Müllers Anwalt.

In dem Gerichtsdokument heißt es: “Fredy Vera wird untersagt, jegliche Art von Beschimpfungen und Beleidigungen zu verbreiten, die Yulieth Müller diskreditieren, abwerten oder entwürdigen, sowie Verfolgungs-, Einschüchterungs- oder Belästigungshandlungen vorzunehmen, die darauf abzielen, sie in ihrer Eigenschaft als Frau und ihrer Würde als Mensch zu beeinträchtigen.“ Zudem bleibt die Kontaktsperre gegenüber der Moderatorin bestehen.

Wochenblatt / Cronica

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen