Ypané: Eine Anzeige aus einer Nachbarschaft führte zu einer Razzia in Asunción, nachdem ein mutmaßliches System unregelmäßiger Zahlungen im Zusammenhang mit Sozialwohnungen aufgedeckt wurde.
Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen einer Untersuchung wegen mutmaßlichen Betrugs ein Büro in Asunción durchsucht. Eine Gruppe von Personen soll von Bewohnern in Ypané Zahlungen gefordert haben – unter dem Versprechen, ihnen Zugang zu Sozialwohnungen zu verschaffen. Die Anzeige wurde von der Nachbarschaftskommission “Oga Porã Recavo“ erstattet, die mehr als 300 von der Situation betroffene Familien vertritt.
Das Verfahren wurde von Staatsanwalt Silvio Alegre geleitet, unterstützt von Mitarbeitern der Abteilung für Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Während der Razzia beschlagnahmten die Behörden Dokumente und andere Beweismittel, die für die Aufklärung des Sachverhalts als relevant erachtet werden.
Den Ermittlungen zufolge sollen die Beschuldigten die Interessenten dazu gedrängt haben, der Genossenschaft “Yvyrusu Ltda.“ beizutreten und finanzielle Beiträge zu leisten. Dies sollte angeblich dazu dienen, die Zuteilung von Wohnraum über das Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnwesen und Lebensraum (MUVH) in die Wege zu leiten. Die Genossenschaft distanziert sich jedoch von diesen Vorgängen, und das Projekt wurde nie in die Tat umgesetzt, wodurch die Familien ohne die versprochenen Leistungen dastehen.
Die Behörden schätzen, dass mehr als 300 Familien geschädigt wurden und die involvierte Summe in die Milliarden von Guaranies gehen könnte.
Wochenblatt / El Nacional















