Senator sagte, bei seinen Bezügen gehe es nur ums Überleben, man könne nicht viel sparen

Asunción: Während viele Deutsche froh wären, wenn sie wenigstens 1.000 Euro monatlich in Paraguay verdienen könnten, erklärt ein Politiker der Linken, dass er mit dem Vierfachen gerade einmal überleben kann. In fünf Jahren reichte es niemals für Urlaub.

Senator Sixto Pereira (Frente Guasu) bekommt mehr als das Zehnfache des Mindestlohns an Bezügen, jedoch erklärte er, er sei nie in den Urlaub gefahren, weil sein Gehalt von 30 Millionen Guaranies nicht ausreichen würde und nur das Überleben sichere. Außerdem stehen ihm noch Tankgutscheine und Repräsentationskosten zu.

„Wenn man in die Politik geht, heißt es, man verdiene viel Geld und fahre immer in den Urlaub, aber in meiner Vergangenheit bin ich nie in den Urlaub gefahren, sondern bin in der ständigen Kommission des Senats geblieben. 30 Millionen Guaranies klingt nach viel, aber sie tragen nur zum Leben bei. Es ist ein Mittel zum Lebensunterhalt, zum Überleben und nicht zum Sparen, das ist meine Vorstellung von Politik“, berichtete Pereira.

Die Aussage des Politikers sorgte für Erstaunen unter der Bevölkerung, wobei ein großer Teil der Arbeiter nicht einmal den Mindestlohn erhält und sehen muss, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten muss.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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5 Kommentare zu “Senator sagte, bei seinen Bezügen gehe es nur ums Überleben, man könne nicht viel sparen

  1. Hüpfindianer

    In zivilisieren Ländern würden ein paar Reporter den Herrn mal unter die Lupe nehmen, was der denn mit 30 Mio. Gs monatlich macht, wie viel mal pro Jahr er den überhaupt im Senatorenhüüüüsli anwesend ist, was er so vorzuweisen hat, außer zu klönen, wie viele Luxusvillen, -autos und -damen er offiziell besitzt (die inoffiziellen lassen wir mal außen vor). Aber dat gibt es im hiesig edukativen Basura-TV ja ned. Alles in Müllgebühr und Teuermüllerbrei investiert, dafür kann er sich die Streichhölzl und Billigpolarbierbücksenpacks sparen. So schön haben es ddR nicht. Müsste er dat halt so machen wie seine Kollegen, die sich untereinander täglich als Korrupties, Schmuggler, Drogenhändler, Geldwäscher und Waffenschieber betiteln. Das würde seinen Leistungsausweis in hiesig Politik erheblich steigern. Seit Jahrzehnten ein Land im Stillstand, betteln bei ausländischen Investoren, jährlich ein paar tausend neu geschaffene Arbeitsplätze bei exponentiell steigend hohen Fosforitogeburtenrate, keine Plata für Infrastruktur oder Sozialwesen noch Bildung, dafür für den Staat 76 % der Staatseinnahmen an Amigos an Gehältern und den Rest an die Korruption zu verteilen. Könnte er ja wie andere an der Kreuzung Autoscheiben putzen oder wie Kinder betteln, damit er sich Ferien leisten kann.

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  2. DerEulenspiegel

    Ausgerechnet ein „Linker“ kommt mit seinen hohen Bezügen nicht zurecht. Eigentlich klar, Linke konnten noch nie mit Geld umgehen.

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  3. Tja, die meisten haben wirklich ein gestörtes Verhältnis zum Geld. Es ist eigentlich immer zu wenig.

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  4. Man könne nicht viel sparen, armer Kerl, bin für eine Spendenaktion. Was sollen die sagen, die am rande der wirklichen Armut leben, nicht einmal darüber nachdenken können, überhaupt zu sparen, geschweige denn wieviel.

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