New York: Eine im Ausland lebende paraguayische Staatsbürgerin hat bei der Nationalpolizei Anzeige wegen mutmaßlichen Betrugs erstattet. Opfer wurde sie durch einen Landsmann, der private Ermittlungsdienste anbot – eine Tätigkeit, von der sie später erfuhr, dass sie im Land gar nicht zulässig ist.
Der Beschuldigte, der laut Anzeige eine Anzahlung von 2 Millionen Guaranies für die Arbeit kassierte, war bereits im Fall Arlan Fick verurteilt worden.
Die bei der Direktion für Wirtschafts- und Finanzkriminalität eingereichte Anzeige von Manuela Ybarra Orrego besagt, dass die Klägerin von ihrem Wohnort in New York (USA) aus Kontakt zu einer Person aufnahm, die in sozialen Netzwerken private Ermittlungsdienste anbot. Sie identifizierte ihn als Martin Ricardo Santos Roa. Diese Person war bereits 2014 wegen Falschinformationen im Zusammenhang mit der Entführung von Arlan Fick verurteilt worden.
Die Klägerin gab an, dass Santos sich als Eigentümer des Sicherheitsunternehmens SEG-COM S.A. ausgab. Er erklärte ihr seine Dienste als Privatdetektiv und unterbreitete ihr einen Kostenvoranschlag von 7 Millionen Gs. für die angeforderte private Untersuchung.
Klägerin zahlte 2 Millionen Guaranies für im Land nicht zugelassenen Dienst
Am 5. Januar überwies Orrego einen Betrag von 2 Millionen Gs. und vereinbarte, den Restbetrag (insgesamt 7 Millionen Gs.) nach Abschluss der geforderten Dienstleistung zu zahlen.
Angesichts der ständigen Ausflüchte des vermeintlichen Detektivs wandte sich Orrego jedoch an die Nationalpolizei, um den Vorfall zu melden. Dabei erfuhr sie zu ihrer großen Überraschung, dass diese Art von Dienstleistung in Paraguay gesetzlich nicht erlaubt ist.
Wochenblatt / ABC Color















