Asunción: Angetrieben durch den Klimawandel, geopolitische Spannungen, Künstliche Intelligenz (KI) und Ernährungssicherheit ist Nachhaltigkeit kein Nebenthema mehr, sondern ein zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Für 2026 identifiziert das Forschungsinstitut Lumina fünf Hauptachsen, die bereits Einfluss auf Unternehmen in Lateinamerika und Paraguay haben:
1. Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit verschmelzen: Laut der “CEO Study 2025“ sehen 88 % der Unternehmen in Nachhaltigkeit einen Weg zur künftigen Wertschöpfung. Sie ermöglicht den Zugang zu neuen Märkten und stärkt die Resilienz. „In Exportländern wie Paraguay ist die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards kein Unterscheidungsmerkmal mehr, sondern eine Grundvoraussetzung“, so Anahí Brítez von Lumina. Lokale Umfragen zeigen zudem: 70 % der Kunden legen großen Wert auf das soziale und ökologische Engagement von Unternehmen.
2. Strengere Lieferketten: Große Unternehmen fordern nun auch von ihren Zulieferern Emissionssenkungen, verantwortungsvolles Abfallmanagement und die Einhaltung von Arbeitsrechten. Dies ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance für lokale KMU.
3. Lebensmittelproduktion und Klimaresilienz: Angesichts des Klimawandels wird Nachhaltigkeit im Agrarsektor strategisch. Internationale Finanzierungen und Organisationen (wie die FAO) priorisieren Investitionen in die produktive Transformation, ländliche Infrastruktur und effiziente Wassernutzung. In Paraguay treibt dies Technologien in der Vieh- und Landwirtschaft voran, setzt aber Kleinproduzenten ohne Infrastruktur unter Druck.
4. Transparenz und Reporting als Standard: Internationale Normen, wie sie 2026 in der EU in Kraft treten, fordern klare und verifizierbare Informationen über ökologische und soziale Auswirkungen. Berichte nach internationalen Standards werden zur Pflicht.
5. Künstliche Intelligenz und Governance: KI spielt eine Schlüsselrolle beim Management von Umweltdaten und der Rückverfolgbarkeit. Die Einführung erfordert jedoch klare Rahmenbedingungen für eine verantwortungsvolle Nutzung.
„Nachhaltigkeit etabliert sich als gemeinsame Sprache zwischen Unternehmen, Märkten und Regulierungsbehörden“, schließt Brítez.
Wochenblatt / FOCO La Nación















