Teure Notstromaggregate, die nicht richtig funktionieren

Pilar: Dass die Notstromaggregate des Regionalkrankenhauses ihren Dienst nicht tun, fand man erst heraus, als der Strom ausfiel. Nun ist guter Rat teuer.

Der allgemeine Stromausfall in der vergangenen Nacht hat gezeigt, dass die Generatoren des Regionalkrankenhauses von Pilar nicht bereit sind, zu reagieren. Das Ereignis führte zu allerlei Beschwerden von Patienten und Pflegern, die nachts im dunkeln blieben. Auch Angehörige von Gesundheitsberufen, die lieber anonym bleiben wollten, weil sie ihren Job behalten möchten, wiesen darauf hin, dass es zum Glück keine Notoperationen gab, sonst wäre die Sache anders gelaufen.

Das Regionalkrankenhaus verfügt über drei Generatoren mit einer großen Kapazität, um bei einem Stromausfall wie dem in der vergangenen Nacht reagieren zu können, aber offensichtlich, waren diese zum Zeitpunkt nicht einsatzbereit. Näheres wurde nicht bekannt.

Generatoren sind in Betrieb

Nach Angaben des Direktors des Regionalkrankenhauses von Pilar, Dr. Anibal Vera Lima, funktionieren die drei Generatoren einwandfrei und es gibt keine Probleme, nur sind sie so programmiert, dass sie nach einem Stromausfall sich ausschalten und wieder anlaufen.

„Alles funktioniert perfekt, das einzige Problem ist, dass es eine Verzögerung beim Start gab, aber die Techniker haben Vorkehrungen getroffen und werden dies ändern, damit es weniger Zeit in Anspruch nimmt, die drei arbeiten quasi perfekt“, sagte der leitende Arzt, der das Problem runterspielte.

Er fügte hinzu, dass alle drei Generatoren auf dem neuesten Stand der Wartung sind: „Alle drei sind auf dem neuesten Stand, mit neuen Batterien und voll mit Kraftstoff“, sagte er.

Das Regionalkrankenhaus von Pilar ist das einzige größere Krankenhaus im Departement Ñeembucú und nimmt täglich Patienten aus den 16 Bezirken des Departements auf. Die meisten von ihnen werden wegen chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes behandelt. Andere Patienten kommen wegen Atemwegserkrankungen und anderen Krankheiten.

Das Krankenhaus ist auch ein Ort der Tränen für Unfallopfer. Jeden Tag ereignen sich in dem Departement Verkehrsunfälle, in die meist Motorradfahrer verwickelt sind. Zurzeit sind 95 % der Betten des Krankenhauses mit Atemwegserkrankungen belegt.

Panne

Der Regionalleiter von ANDE, Roberto Leal, teilte mit, dass der Stromausfall in der vergangenen Nacht (zum Montag) durch einen plötzlichen Ausfall der 66-kV-Leitung von der Station Villalbín nach Pilar verursacht wurde, der jedoch schnell behoben werden konnte.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Teure Notstromaggregate, die nicht richtig funktionieren

  1. Unser Aggregat springt an, da merkst du noch gar nicht, dass der Strom ausgefallen ist, der Steuerung reichen schon ein paar Volt nach oben oder nach unten um zu reagieren.
    Und da war es nur zeitverzögert von wie lange? 1 Minute, 5 Minuten oder doch, wie anzunehmen, viel mehr. Für eine derartige Institution einfach nur beschämend.
    Intensivpflege hat es dort vermutlich auch keine, so dass es wenigstens nicht zu kollateral Schäden kam.
    Aber 95% belegte Betten durch Atemwegserkrankung? Warum? Und welche Art von? Hier würde ich, in einem späteren Artikel, gerne mehr erfahren.

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  2. Ich wette, daß die Generatoren seit ihrer Anschaffung noch keinen einzigen Kundendienst hatten.
    Ein Generator muss gewartet werden wie ein Automotor. Inklusive Filter- und Ölwechsel. Außerdem muss er mindestens 1 x pro Monat kurz in Betrieb genommen werden, um zu sehen, ob er noch richtig läuft.
    Aber höchstwahrscheinlich wurde da der Diesel oder das Benzin in die Fahrzeuge der Ärzte umgefüllt, genauso wie die Reserven.
    Die meisten Generatoren sind so eingestellt, daß sie nach 10 bis 20 Sekunden anspringen, wenn der Strom ausfällt und genaus lange nachlaufen, wenn der Strom wieder da ist.
    Es ist absolut beschämend, wie aus Gleichgültigkeit, Schlamperei und Gier mit dem Leben der Patienten gespielt wird.
    .
    @nmp299
    Husten, Schnupfen, Heiserkeit.
    Krankheiten, die in anderen Ländern mit Tee und Bettruhe daheim auskuriert werden.
    Hier werden Kinder mit erhöhter Temperatur eine Woche lang „zur Beobachtung“ im Hospital interniert, an den Tropf gehängt und mit Antibiotico und Paracetamol vollgestopft, weil die Eltern sonst glauben, ihr Kind würde sterben.
    Erwachsene legen sich mit Husten ins Krankenbett.
    Wenn es kalt wird, bringt man Oma und Schwiegeropa dorthin, damit sie es warm und trocken haben und die ganze Familie, die bei ihnen am Bett sitzt, ebenfalls. ( Das wir auch „gerne“ im Hochsommer so gemacht, wenn es sehr heiß ist und die Famile im Krankenzimmer bei Aire sitzen möchte. )
    Deshalb sind hier im Land die Hospitäler ständig am Limit oder überlastet und für die wirklich Kranken sind dann keine Betten mehr frei.

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